Kirchplatz: Lösung für stinkende Toiletten am Hardtberg gefordert

Kirchplatz : Lösung für stinkende Toiletten am Hardtberg gefordert

Die SPD fordert eine Lösung für die stinkende WC-Anlage am Kirchplatz in Duisdorf. Denn der Bedarf an öffentlichen Toiletten steige.

„Das stinkt zum Himmel“, findet die Hardtberger SPD, nachdem sich Bürger bei deren Ratsfrau Gabi Mayer über die Versorgung mit Toilettenanlagen im Duisdorfer Zentrum, aber auch auf dem Brüser Berg beschwert hatten.

Denn da ist nicht viel Auswahl. Es gibt Toiletten im Duisdorfer Rathaus, die genutzt werden können. Allerdings nur zu den üblichen Öffnungszeiten, und sie liegen etwas ab vom Schuss. Genau wie die Toilette am Bahnhof Duisdorf, deren Nutzung von der Öffnungszeit des Kiosks abhängt. Und in der Fußgängerzone?

„Wer in der Nähe des Kirchplatzes in Duisdorf öffentliche Toiletten sucht, muss im Sommer nur der Nase folgen“, sagt Mayer und spielt damit auf ein Problem an, das seit Jahren von der Stadt offenbar nicht in den Griff zu bekommen ist: Denn es stinkt in dieser öffentlichen WC-Anlage.

Bedarf steigt

Mayer fordert nun, endlich eine ordentliche Lösung für die Versorgung des Stadtbezirks mit Toilettenanlagen zu realisieren. „In einer älter werdenden Gesellschaft steigt der Bedarf an öffentlichen Toilettenanlagen“, begründet sie. „Der Mangel kann auch dazu führen, dass Menschen von der Teilnahme am öffentlichen Leben ausgeschlossen sind. Das zu verhindern, ist Aufgabe der Stadtverwaltung“, ergänzt Dominik Loosen, Vorsitzender der Bezirksfraktion.

Die Toilettenanlage am Kirchplatz sei aufgrund ihres baulichen und hygienischen Zustandes kaum nutzbar, jedenfalls sei es eine Zumutung. „Die Geruchsbelästigung ist inzwischen im weiten Umkreis wahrzunehmen“, hat Loosen festgestellt. „Eine solche Geruchsbelästigung ist auch für das Umfeld des Alten Friedhofs, dessen Mauern und Nischen nicht nur als Pissoir genutzt werden, festzustellen.

Die WC-Anlage am Kirchplatz ist schon länger ein Sorgenkind. Bereits 2011 hatte die CDU-Fraktion beantragt, dort für bessere Zustände zu sorgen. Die Stadt hatte daraufhin eine regelmäßige Kontrolle und Reinigung zugesagt – mindestens zwei Mal pro Tag. Außerdem habe es 2013 eine Baureinigung gegeben.

SPD-Ratsfrau Meyer macht nun einen neuen Vorschlag: „Toilettenanlagen sind heutzutage häufig selbstreinigend oder mit Reinigungsbetrieb und werden als Werbeplattform nutzbar angeboten. Deshalb sollte das geprüft werden, damit es endlich für den Hardtberg und auch andere Stadtteile sinnvolle Lösungen gibt.“ Die Bürger seien sicher bereit, für die Nutzung einer sauberen Toilette einen Obolus zu entrichten, glaubt sie.

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