Vorbereitungstag für FSJler des Erzbistums Köln: "Ich erwarte hier Orientierung"

Vorbereitungstag für FSJler des Erzbistums Köln : "Ich erwarte hier Orientierung"

Christopher Auer zog plötzlich seinen Schlüssel aus der Tasche und drehte ihn in seinen Händen. "Zu jedem einer eurer Schlüssel erzählt ihr eine kleine Sache über euch." Auer ist Teamer, genau wie Nathalie Nickels, zusammen saßen sie am Montag mit 25 jungen Leuten, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst beginnen werden, in einem der Seminarräume im Haus Venusberg.

Am Anfang war die Gruppe etwas stiller, die Teilnehmer blicken in neue Gesichter. Viele wissen nicht so recht, was sie genau über sich erzählen sollen, doch die Stimmung lockert sich.

Sie alle werden die nächsten sechs oder zwölf Monaten in verschieden Einrichtungen verbringen: in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Grundschulen, Kindergärten oder Jugendzentren.

Am Montag fand der Einführungstag des ersten Begleitseminars der Freiwilligen Sozialen Dienste im Erzbistum Köln (FSD) im Haus Venusberg statt. Bei einem zwölfmonatigen Freiwilligendienst gibt es sechs, bei einem sechsmonatigen Dienst drei dieser Bildungswochen.

Sie dienen der Praxisreflexion, dem Erfahrungsaustausch, dem Schließen von Freundschaften und, wie Bildungsreferentin Kristina Johannsen betonte, vor allem der Orientierung: "Wir wollen mit euch über eure Studien- und Berufswahl sprechen und der Frage nachgehen: Wie geht es nach dem Jahr weiter?", so Johannsen.

Die mehr als 600 Freiwillige wurden in Seminargruppen eingeteilt, die über den Zeitraum ihres Freiwilligendienstes unverändert bleiben. Dabei wird nicht nach Einsatzstelle vorgegangen. "Das ist Absicht. So haben sie keinen Tunnelblick und erfahren auch, wie es in anderen Bereichen abläuft", erklärte Pressesprecherin Panagiota-Johanna Alexiou.

Die Freiwilligen scheinen den sozialen Dienst aus verschiedensten Gründen zu machen. Manchen haben gerade erst ihr Abitur gemacht, andere haben schon eine abgeschlossene Ausbildung.

Frederik Deckert (20) macht seinen sechsmonatigen Dienst in einer Grundschule und möchte später gerne einmal Sport auf Lehramt studieren. "Ich befinde mich in der Findungsphase. Ich erwarte hier Orientierung", erklärt Decker seine Motivation für den Dienst und freut sich auf die nächsten Kennenlernspiele. (lre)