Lingsgasse in Lengsdorf: Hardtberg beschließt Vorentwurf für Ausbau

Lingsgasse in Lengsdorf : Hardtberg beschließt Vorentwurf für Ausbau

Die Bezirksvertretung Hardtberg hat den Vorentwurf für Ausbau der Lingsgasse beschlossen. Ein Zebrastreifen sorgt aber für Irritationen.

Die Verbreiterung der Lingsgasse ist eine schwere Geburt, das wurde auch bei der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg deutlich. Und das nicht nur, weil die Koordination mit dem privaten Bauvorhaben hinter dem Dorfplatz offenbar nicht funktioniert.

Die Politiker genehmigten nicht nur den Vorentwurf des Straßenausbaus, sondern sparten auch nicht mit Kritik. „Der Ausbau der Lingsgasse dümpelt seit 2013 vor sich hin“, erinnerte Dominik Loosen (SPD) und berichtete, dass es auf der engen Straße immer wieder zu gefährlichen Situationen für Kinder komme. Bert Moll (CDU) sprach von einer unendlichen Geschichte und forderte mehr Tempo in der Sache, während CDU-Fraktionschef Wolfgang Esser einen genauen Sachstand verlangte.

Die von der Stadt vorgelegte Vorplanung wurde einstimmig beschlossen. Sie sieht vor, die Lingsgasse zu verbreitern und einen zweiten Gehweg zu schaffen. Ein Problem ist allerdings die Verlegung der beiden Bushaltestellen, der die Fraktionen ebenfalls einstimmig, aber mit Bauchgrummeln zustimmten.

Laut Stadt können sie nicht an den bisherigen Stellen bleiben, weil ein Gelenkbus wegen der Kurven die auf 15 Meter zu verlängernden, behindertengerechten Buskaps sonst nicht richtig anfahren könne. Die Haltestellen sollen daher nicht am Dorfplatz beziehungsweise gegenüber der Kirche bleiben, sondern direkt in die Lingsgasse selbst verlegt werden. Und das hat Folgen für den Zebrastreifen vor der VR-Bankfiliale, der in diesem Zuge auch weiter in Richtung Kirche verlegt werden müsste.

Zweifel an der Verlegung des Zebrastreifens

„Das ist notwendig, weil ein Zebrastreifen sich nicht direkt vor der Bushaltestelle befinden darf, wegen der Sichtbeziehungen“, erklärte Sonja Walter vom Planungsamt. Wenn die Busse aber künftig in der Mitte der Lingsgasse halten, könnte es die Ein- und Ausfahrt in die von den Privatinvestoren geplante Tiefgarage behindern.

Vor allem der Lengsdorfer Bezirksverordnete Christoph Schada (CDU) hatte angesichts der Zebrastreifen-Verlegung Zweifel, ob die neue Wegebeziehung von den Bürgern angenommen werde – zumal er andere Stellen im Stadtgebiet aufzählte, an denen die Haltestellen genau in dieser Art vor Zebrastreifen angeordnet sind.

Für die SPD erklärte deren Ratsfrau Gabi Mayer: „Hier scheint es keine andere Möglichkeit zu geben.“ Sie merkte auch an, dass gerade in Lengsdorf immer wieder wegen Platzmangel oder Privatgrundstücken, die angrenzen, auf die Unterstände für Busfahrgäste an den Haltestellen verzichtet worden sei. „Deshalb wünsche ich mir, dass die Verwaltung hier eine Lösung findet, notfalls ohne Seitenwände.“

Im Zuge des Straßenumbaus soll allerdings ein alter Wunsch der Lengsdorfer berücksichtigt werden, indem im unteren Teil der Lingsgasse (an der Einmündung Im Mühlenbach) ein weiterer Zebrastreifen angelegt wird. „Diese Kreuzung werden wir uns im Rahmen des Umbaus dann noch genau anschauen“, kündigte Walter an.

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