Frühjahrsempfang in Duisdorf: Händler fragen sich: "Wo steht Duisdorf 2020?"

Frühjahrsempfang in Duisdorf : Händler fragen sich: "Wo steht Duisdorf 2020?"

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Claudia Lücking-Michel ist die Schirmherrin der 32. Duisdorfer Gewerbeschau am Sonntag, 14. Juni.

Das gab die Wirtschafts- und Gewerbegemeinschaft Hardtberg (WGH) am SOnntag bei ihrem Frühjahrsempfang bekannt. Und Lücking-Michel, die ebenso wie SPD-Kollegin Renate Hendricks (MdL), Bürgermeisterin Petra Thorand sowie viele Geschäftsleuten und Vertreter der Ortsausschüsse zu den Gästen im Kulturzentrum gehörte, kommentierte das so: "Ich habe mich als Lessenicher Bürgerin sehr gefreut über die Anfrage und möchte das Anliegen der Gewerbeschau mit allen Kräften unterstützen."

Doch eigentlich stand beim Empfang die Frage im Mittelpunkt, wie Duisdorf im Jahre 2020 aussehen soll. "Duisdorf lebt von seinem südländischen Flair, wenn man wie jetzt zu Frühlingsbeginn draußen sitzen kann", sagte WGH-Vorsitzender Gisbert Weber. "Wir sind zurzeit allerdings insgesamt in einer Entwicklungskurve, wo wir nicht genau wissen, wie es weitergeht. Vieles läuft gut. An anderer Stelle bedarf es einiger Verbesserungen."

Welche das sind, machte sein Stellvertreter Christian Kunst in einer Präsentation deutlich. Er warf Bilder von Dreckecken in Duisdorf, von zerstörten Blumenkästen und beschädigtem Pflaster in der Fußgängerzone an die Wand und berichtete: "Es gab im vorigen Jahr vier schwere Unfälle, als Passanten über lockere, aus dem Boden ragende Steine stolperten." Und wer bewusst durch die Fußgängerzone gehe, sehe überall gefährliche Stellen, die man nicht mit Flickwerk beheben könne.

Dazu brauche es Geld. "Und da ist jetzt mal wieder der Hardtberg bei der Verteilung dran", forderte Kunst. Auch Thorand findet, dass ihr Stadtbezirk ein bisschen zu kurz komme, wies aber auch darauf hin, dass alle Bürger gefordert seien, die Fußgängerzone zu erhalten und den Müll in Mülltonnen zu werfen und nicht auf die Straße.

Gelobt wurden dagegen gepflegte Blumenkästen vor den Geschäften oder der ausgerollte rote Teppich eines Filiallisten an einem verkaufsoffenen Sonntag, kreativ geschmückte Weihnachtsbäume, sowie der Wimpelschmuck über den Straßen, der auf die Weihnachtsbeleuchtung folgte. Und natürlich das Markenzeichen, der Duisdorfer Esel.

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