Bauprojekt Celsiusstraße: Gefahr durch Abrissarbeiten

Bauprojekt Celsiusstraße : Gefahr durch Abrissarbeiten

Von dem heruntergekommenen Wohnblock an der Celsiusstraße 1 ist bald schon nichts mehr zu sehen. Der Bornheimer Investor Peter Brings will an der Stelle einen Neubau errichten. Doch nicht jeder ist mit der Baustelle zufrieden.

„Der Gehweg ist durch die Baustelle vereinnahmt“, beklagt sich eine Anwohnerin. Nun würden Schuttfahrzeuge für längere Zeit auf der Straße stehen und so die Busse und den restlichen Verkehr behindern. „Zwischen den stehenden Fahrzeugen laufen die Kinder hin und her“, sagt die Brüser Bergerin. Vor allem mittags seien das nicht wenige, denn das Hardtberg-Gymnasium und die Realschule seien ganz in der Nähe. Die Lkw-Fahrer müssten ihrer Meinung nach in die Baustelle reinfahren. Aber das spätere Wenden dort koste wohl zu viel Zeit und Mühe. „Kinder haben keine Lobby da oben. Ich will nicht, dass jemandem was passiert, nur weil Leute Geld sparen wollen“, so die Frau, die auch schon die Stadt angerufen hat.

„Das Tiefbauamt geht von einer illegalen Sondernutzung aus“, sagt Stefanie Zießnitz vom städtischen Presseamt zum Ladeverkehr und der Engstelle. Man werde sich die Situation heute anschauen. „Der Bauzaun darf nicht ohne Genehmigung den öffentlichen Straßenraum einnehmen.“ Nach den Verkehrsbehinderungen habe man vor ein paar Tagen schon geschaut, da eine Beschwerde eingegangen sei. Es sei aber nichts festgestellt worden.

„Wir haben vor Beginn der Abbrucharbeiten einen Rundbrief mit unseren Kontaktdaten an die anliegenden Anwohner verteilt mit der Bitte, uns zu kontaktieren, sollte es irgendwelche Schwierigkeiten oder Grund zu Beschwerden geben“, teilte die Celsius GbR, in der Brings Geschäftsführer ist, mit. Es habe bisher keinerlei Beschwerden gegeben. Was die Gefahren durch die Laster angeht, sei die Bauleitung informiert worden. „Diese wird das Abbruchunternehmen umgehend auffordern, die Be-/Entladung zukünftig anders zu regeln, damit ein Verkehrsrückstau und eine Gefährdung der Kinder und Fußgänger vermieden wird“, so die Firma.

Der Abriss begann direkt nach der Entrümpelung und dauert noch bis Ende Juli. Schon bald danach soll es mit dem Rohbau weitergehen, um bis Anfang 2018 mit allem fertig zu sein. In dem Haus ist dann auf 4000 Quadratmetern Platz für 59 Wohnungen in den Größen von 45 und 65 Quadratmetern (der GA berichtete). Die sind vor allem auf Senioren zugeschnitten: Sie sind barrierefrei und behindertengerecht, es werden auch zwei Gruppenwohnungen geschaffen. Der Caritasverband wird eine neue Pflege- und Sozialstation betreiben. Wer an der Celsiusstraße wohnen will, muss jedoch nicht alt sein. Voraussetzung ist allerdings ein Wohnberechtigungsschein.

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