Am Sowjetdenkmal in Duisdorf: Gedenken an die sowjetischen Opfer der Nazizeit

Am Sowjetdenkmal in Duisdorf : Gedenken an die sowjetischen Opfer der Nazizeit

Anlässlich des Siegs der Alliierten über die Nationalsozialisten vor 74 Jahren, haben am Donnerstag zahlreiche Menschen auf dem Neuen Friedhof in Duisdorf den in Kampf gegen den Faschismus gefallenen Sowjetbürgern gedacht.

Trauerfeier anlässlich des Kriegsendes vor 74 Jahren: In einer feierlichen und stillen Prozession legten die Teilnehmer der Gedenkfeier Blumen auf dem Sowjetdenkmal nieder. Auch Bürgermeister Reinhard Limbach (Mitte) ehrte die Verstorbenen mit roten Nelken. Die Angehörigen des Bonner Generalkonsulats der Russischen Förderation unter Generalkonsul Vladimir Sedykh gedachten den Toten mit einem Kranz wie auch zum Beispiel Vertreter aus Kasachstan und Kirgistan.

„Es sind auch viele Gäste aus Moldawien oder der Ukraine gekommen“, sagte der Konsulat-Angehörige Egor Skarshavitzkii bei der Ehrung. „Es ist vielleicht der größte Feiertag in Russland“, sagte er. „Aber es ist ein Feiertag, den wir mit Tränen in den Augen begehen.“ Der 9. Mai ist in Russland als „Tag des Sieges“ über die Nationalsozialisten ein großer Gedenk- und Feiertag. In Europa wird am 8. Mai öffentlich an das Kriegsende 1945 gedacht. Dass es verschiedene Gedenktage gibt, hat mit den Ereignissen um die Kapitulation von Nazideutschland zu tun.

Am 7. Mai 1945 wurde die Kapitulation Deutschlands im Hauptquartier der Westalliierten unterzeichnet. Eisenhower schlug vor, dass die Alliierten – Russland, USA und das Vereinigte Königreich – die Kapitulation Deutschlands daher zeitgleich und offiziell am 8. Mai 1945 bekanntgeben sollten. Was Stalin nicht annehmen wollte, weil die Wehrmacht bislang nur den Westalliierten gegenüber kapituliert hatte. Erst am 8. Mai unterschrieben die Deutschen auch die Kapitulation gegenüber Russland.

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