Nachwuchs im Wildschweingehege: Frischlinge locken Besucher auf die Waldau

Nachwuchs im Wildschweingehege : Frischlinge locken Besucher auf die Waldau

Die Wildschweine auf der Waldau haben vor wenigen Tagen zwei Würfe bekommen. Rund 20 Frischlinge sollen es derzeit sein. Die Stadtförsterei erwartet noch mehr Nachwuchs in den kommenden Tagen.

Vor wenigen Tagen hat die Wildschwein-Rotte auf der Waldau Zuwachs erhalten. Rund 20 winzige Frischlinge sollen es nach Angaben der Stadtförsterei derzeit sein. Am vergangenen Wochenende konnten die Bonner nun mit etwas Glück einen ersten Blick auf die kleinen Ferkel mit den charakteristischen braunen Streifen erhaschen.

Der frische Wurf hielt sich allerdings zurück, blieb weitgehend im hohen Gras in der Mitte des Areals oder gleich ganz im so genannten Kessel, wie das Nest der Wildschweine heißt. Immerhin sind die Kleinen noch etwas tapsig auf den Beinchen und trauen sich nicht so recht ins Freie, wo ihre Artgenossen herumtollen, schnüffeln und wühlen. Doch das dürfte sich schnell ändern.

Noch hielt sich der Andrang auf dem Venusberg in Grenzen, nicht zuletzt aufgrund des eher trüben Wetters. Vor allem Familien nutzten allerdings die Möglichkeiten der Waldau samt des nahe gelegenem Spielplatzes und der verschiedenen Tiergehege. Immer wieder ertönten fröhliche Kinderstimmen, wenn ihre Besitzer die älteren Frischlinge vom vergangenen Herbst durch den Matsch jagen sahen. Diese kamen schon bis an den Zaun heran, mussten allerdings auf ihre etwa einjährigen Brüder und Schwestern achten, die sich zwar durchaus als Spielkameraden eigneten, allerdings selten zimperlich mit ihnen umgingen.

An die Futterstelle trauten aber auch diese Frischlinge sich nicht. Das wäre zu riskant gewesen, dort harrten die Großen aus. Und die machen keine Gefangenen. Dennoch standen am Wochenende viele Kinder hier, um die Wildschweine zu verpflegen, auch die beiden Töchter von Sven Hering. "Wir kommen alle drei bis vier Wochen mal hierher in die Waldau", erklärte der 38-Jährige. "Es ist immer schön, den Kindern die Natur nahe zu bringen." Und natürlich ist Tiernachwuchs etwas ganz Besonderes. "Meine Töchter sind schon sehr gespannt auf sie."

Innerhalb der nächsten Tage dürfte sich die Chance auf Sichtungen erhöhen, rechnet die Stadtförsterei dann doch mit weiteren Geburten. Bis zu 40 Neuankömmlinge könnte es bald geben, heißt es, zusätzlich zu den elf Bachen, zwei Keilern, elf Einjährigen und den Frischlingen vom vergangenen Jahr. Im April dürfte das Areal auf der Waldau also voll werden. Vor und hinter dem Zaun.

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