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Herrchen und Hund angegriffen: Filmaufnahme löste wohl Streit am Meßdorfer Feld aus

Herrchen und Hund angegriffen : Filmaufnahme löste wohl Streit am Meßdorfer Feld aus

Der mutmaßliche Angriff auf einen Hund und sein Herrchen am Meßdorfer Feld wurde vom Hundeausführer des Tierheims gefilmt. Aufgrund dieser Aufnahme ist offenbar der verbale Streit eskaliert.

Der Streit zwischen einem Hundeausführer des Bonner Tierheims und einem anderen Hundehalter, der sich vorige Woche im Meßdorfer Feld zugetragen hatte und den die Beteiligten unterschiedlich schildern, ist auf einem Video festgehalten, das auch der Bonner Polizei vorliegt.

Das sagte die Vorsitzende des Tierheims, Barbara Töpfer, auf Anfrage. "Aus diesem Video geht ganz deutlich hervor, wer der Aggressor war", sagte sie, nachdem sie das Video gesehen hat. Der Ausbruch sei von dem anderen Mann ausgegangen, alles andere sei nur eine Schutzbehauptung, meint sie. Die Bilder zeigten zwar nur das Ende der Auseinandersetzung, aber man höre ganz deutlich die Hündin Romy aufschreien, so Töpfer. Der Tritt selbst sei auf dem Material nicht zu sehen, aber ein Tierarzt habe danach Prellungen bei der Hündin festgestellt, berichtet sie.

Hund lediglich "weggekickt"

Dieses Video war offenbar der Grund, warum der zuvor nur mit Worten geführte Streit eskalierte. Der andere Hundehalter wollte demnach von dem Ausführer nicht mit der Handykamera gefilmt werden. "Ich sagte ihm mehrmals, dass er das sofort unterlassen sollte", erklärte der Mann, der nach eigener Aussage verärgert darüber gewesen sei.

"Als er dies nicht machte, habe ich seine Hand weggedrückt und ihm verboten, mich weiter zu filmen. Dabei hat der Hund, den er an der Leine gehabt hat, nach meiner Hose geschnappt." Diesen habe er dann "weggekickt", aber keineswegs fest. Und auch den Ausführer des Tierheims habe er nur weggeschubst, aber keinesfalls mit der Faust geschlagen, bekräftigte er am Dienstag im Gespräch mit dem GA.

Die Tierheim-Vorsitzende Barbara Töpfer stellte sich bedingungslos hinter ihren Mitarbeiter und verteidigte sein Vorgehen, ein Video von dem anderen Mann zu machen.