Am Telekom Dome: Falschparker sorgen wieder für Ärger

Am Telekom Dome : Falschparker sorgen wieder für Ärger

Wenn die Baskets spielen, ignorieren viele Autofahrer Verbotsschilder und Absperrungen.

Während am Dienstag rund 6000 Fans beim Spiel der Telekom Baskets mitfiebern, sorgen die vielen Falschparker rund um den Telekom Dome wieder für Ärger bei den Anwohnern. Vor Zufahrten, im Halteverbot und auf Grünflächen stehen die Wagen der Fans. Von einem "gesetzlosen Bezirk" spricht ein Anwohner. Beim Spiel gegen Bamberg hatte das Ordnungsamt Falschparker kontrolliert und damit Fans verärgert. Diesmal ist zumindest bis Spielbeginn keine Politesse zu sehen.

18.30 Uhr. Noch 30 Minuten bis zum Spiel. Peter Brüggemann geht über die Josef-Wirmer-Straße und zeigt kopfschüttelnd auf drei Autos, die genau zwischen zwei Halteverbotsschildern stehen. "Da stehen sie immer, wenn die Baskets spielen. Zeitweise hatten Fans sogar die Schilder abmontiert", sagt er. Dabei dürften die Autos bei Spielen nicht einmal in die Straße einfahren - eine Absperrung versperrt die Fahrbahn an der Straßeneinmündung. Brüggemann findet den Zustand in seiner Wohngegend unerträglich.

"Erst parken die Fans alles zu, und dann nach dem Spiel werfen sie ihren Müll auf die Straße." Seine Frau Brigitte hat Angst davor, dass irgendwann bei einem Notfall die Feuerwehrzufahrt versperrt sein könnte. "Die könnten die Autos zwar zur Seite stellen, aber dabei vergehen ja auch wieder Minuten", sagt sie. An diesem Abend ist auch der Wendehammer an der Max-Habermann-Straße zugeparkt.

Bis auf den Fußgängerweg zur Brücke, die über den Konrad-Adenauer-Damm führt, reihen sich die Wagen. Auch ein älterer Herr mit Baskets-Schal hat seinen Wagen gerade am Rand der Fahrbahn geparkt. "Wenn ich ein Knöllchen kriege, dann ist das eben so", sagt er. Ansonsten stünde er ja niemandem im Weg.

So reagieren viele der Falschparker. "Sonst gibt es hier ja keinen freien Parkplatz mehr", sagt ein anderer. Und das Spiel fange schließlich bald an. Bei großen Veranstaltungen komme es immer zu Parkproblemen, sagt Michael Mager, Geschäftsführer der Telekom Baskets. "Das ist ja auch bei Spielen des 1. FC Köln so. Im Grunde gibt es aber genügend Parkplätze für alle." Dafür müsse man eben einen längeren Fußweg in Kauf nehmen.

Am Schulzentrum an der Gaußstraße könnten die Fans zum Beispiel parken oder auch beim Verteidigungsministerium. Außerdem bestünde ja noch die Möglichkeit, mit dem Nahverkehr anzureisen. Bei der Situation in den Wohngebieten sieht er sich machtlos. "Ich verstehe die Situation der Anwohner. Aber was soll man denn da machen?"

Das fragen sich auch Peter und Brigitte Brüggemann. Sie haben schon mit Ordnungsamt und Polizei geredet. Jetzt wollen sie sich an Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand wenden. Wenn das nicht hilft, sehen sie keinen Ausweg mehr: Dann wollen sie wegziehen vom Brüser Berg.

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