33. Duisdorfer Gewerbeschau: Eine Fußgängerzone zum Wohlfühlen

33. Duisdorfer Gewerbeschau : Eine Fußgängerzone zum Wohlfühlen

Selbst der Regen zu Beginn machte nicht viel aus: Es kamen wieder rund 20.000 Besucher zur Duisdorfer Gewerbeschau. Vor allem die Kinder hatten Spaß bei vielen spannenden Aktionen.

„Wer weiter denkt, kauft näher ein“: Dieser Satz wurde gestern bei der Eröffnung der 33. Duisdorfer Gewerbeschau mehrmals geäußert. Familie Heiders aus Ückesdorf kommt diesem Aufruf gerne nach. „Wir sind öfters in der Duisdorfer Einkaufsstraße“, sagte Johannes Heiders. „Hier ist alles, was wir brauchen.“ Seiner Frau Inga gefällt sie besser als die überfüllten Straßen etwa in Köln: „Das ist Fußgängerzonenfeeling light.“

Mit ihrem 16 Monate alten Sohn Jonah schlenderten sie durch die Rochusstraße, die sich nach dem Nieselregen am Vormittag schnell gefüllt hatte. So kamen wieder fast 20 000 Besucher, so die Veranstalter. Unterwegs gab es viele kulinarische Verführungen, etwa marokkanischen Couscous-Salat, griechische Teigtaschen und vietnamesische Frühlingsrollen. Die Gastronomen gaben ihr Bestes.

Natürlich hatte Bäckerei Schell wieder ihren „längsten Erdbeerkuchen der Welt“ aufgefahren. Laut Inhaber Markus Schell sind 50 Meter zusammengekommen. Außerdem bewarb das Geschäft sein Eselbrot. Beim „Erdbeer-Döner“ der neuen Bäckerei Penkert an der Ecke zur Lessenicher Straße konnten die Heiders nicht mehr vorbeigehen. Die aufgeschnittenen und mit Erdbeeren und Sahne gefüllten Berliner waren sehr beliebt.

Den Auftakt zur Gewerbeschau der Wirtschafts- und Gewerbegemeinschaft Hardtberg (WGH) machte der Empfang von Bezirksbürgermeisterin Petra Thorand im Rathaus, bei der die New Generation Band des Hardtberg-Gymnasiums spielte.

Dort trug sich der Schirmherr der Schau ins Gästebuch des Bezirks ein: Dirk Vianden ist seit drei Jahren Kanzler der Alanus Hochschule, die laut Thorand auch ein Wirtschaftsfaktor in der Region ist. Der WGH-Vorsitzende Gisbert Weber lobte Vianden als einen „echten Unternehmer“: „Er unterlässt nichts, er unternimmt etwas.“ Auf der Bühne Schickshof eröffneten die drei die Veranstaltung offiziell. Weber warb für den Einkauf in der Duisdorfer Innenstadt, denn damit sichere man auch deren Fortbestehen.

Einkaufszone zeigt sich von bester Seite

Thorand wies auf die Baustellen etwa an der Viktoriabrücke und zwei Tiefgaragen in der Bonner Innenstadt hin. „Wenn die Leute nicht mehr in die Stadt kommen, um einzukaufen, bedeutet das, dass die Region besser aufgestellt sein muss.“

Die Einkaufszone zeigte sich von ihrer besten Seite: Viele Geschäfte hatten geöffnet und boten Rabatte an. Man konnte bei Autohändlern Neuwagen besichtigen oder sich selbst fahrende Rasenmäher vorführen lassen. Die Optiker hatten Sonnenbrillen ausgelegt, was sich nachmittags als gute Entscheidung erwies. Vor Optik Kafarnik spielten Heino und Hannelore Lieder – gegen Münzeinwurf: Es handelte sich um die „Pneuphoniker“, ein Musikgerät mit elektronisch gesteuerten Puppen.

Auf dem Schickshof gab es Live-Musik und Vorführungen der TKSV-Cheerleader. Das Duo „Ohne Filter“ spielte wieder auf der Derlestraße. es gab eine riesige Hüpfburg, Entenangeln, Tischtennis. Die Radsportfreunde luden erstmals Kinder zum Probefahren auf einem Kunstrad ein.

Man brauche Nachwuchs, sagte Geschäftsführer Peter Gediga. Lena (7) versuchte ihr Glück und war so begeistert, dass sie gerne zum Training gehen möchte. Laut Gediga ist das das ideale Alter.

Bereits der Vorabend der Schau war ein Erfolg, als die Cover-Band „Just for fun“ auf dem Schickshof spielt.

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