Interview: Sänger Sepp Ferner von der Band Cöllner: Ein "Ösi" aus Duisdorf singt Kölsch

Interview: Sänger Sepp Ferner von der Band Cöllner : Ein "Ösi" aus Duisdorf singt Kölsch

Rheinische Töne gibt es beim Derletalfest, das heute von 14 bis 24 Uhr stattfindet. Die Cöllner kommen und haben ihre neue Single im Gepäck. Und der Frontmann hat's nicht mal weit: Sepp Ferner wohnt gleich um die Ecke in Duisdorf. Mit dem Sänger der Band sprach Rolf Kleinfeld.

Die Band heißt Cöllner, der Sänger kommt aus Duisdorf. Etwas seltsam, oder?

Sepp Ferner: Eigentlich komme ich aus Österreich, nämlich aus Saalbach/Hinterglemm, wo 1991 die Ski-WM war. Mich hat es der Liebe wegen nach Duisdorf verschlagen.

Und was hat es mit Köln auf sich?

Ferner: Wir spielen zu 80 Prozent unserer Auftritte dort, außerdem arbeite ich in Köln bei der Kreissparkasse Köln.

Ein Österreicher, der als Banker in Köln arbeitet?

Ferner: Genau, in Österreich war ich allerdings Gemeindebeamter.

Die Musik ist also nur ein Hobby?

Ferner: Nicht ganz, die Hälfte unserer Band besteht aus Berufsmusikern, die anderen gehen noch einer beruflichen Tätigkeit nach.

Wie kam es, dass die Cöllner beim Derletalfest spielen?

Ferner: Mich hat mein Freund Jürgen Klaßen von den Durschlöschern angerufen, der heute auf der Bühne oben am Schützenhaus moderiert. Und da haben wir natürlich sofort zugesagt. Für mich ist das hier perfekt, ich kann zu Fuß zum Auftritt gehen (lacht).

Wo haben Sie denn sonst schon in Bonn gespielt?

Ferner: Bei Rhein in Flammen zuletzt, im Karneval immer bei den unterschiedlichen Sitzungen der Wiesse Müüs, aber auch bei der Ehrengarde, den Beueler Stadtsoldaten und den Schwarz-Gelben Jonge.

Wie viele Auftritte kommen da zusammen?

Ferner: Das werden so 150 im Karneval sein, dazu kommen unterjährig 40 bis 50 Konzerte. Am 18. September spielen wir unseren Abschlussgig für diesen Sommer in der Alteburg in Köln. Es gibt noch wenige Restkarten unter www.coellner.de. Außerdem geben wir am 8. November auch ein Konzert in Bonn. Informationen dazu gibt es demnächst auf Facebook unter Rheinisch Unplugged " Dat Höötchekonzert"

Als "Ösi" haben Sie Ihre Frau wahrscheinlich beim Skifahren kennengelernt?

Ferner: (lacht) Ja, genau. Die Geschichte geht immer wieder rum.

Ihre Frau führt das Hotel Garni Kluth in Duisdorf. Müssen Sie auch ab und zu die Betten machen?

Ferner: Nein, nein. Ich bin schlecht in allen technischen Dingen. Dafür aber gut im Singen.

Noch einen Wunsch für den Auftritt heute?

Ferner: Ich hoffe, dass das Wetter gut ist und wir alle viel Spaß haben. Los geht es mit unserem Auftritt um 17 Uhr.