Gerhard Piske im Hardtberger Kulturzentrum: Die "Vater Morgana" des Heinz Erhardt

Gerhard Piske im Hardtberger Kulturzentrum : Die "Vater Morgana" des Heinz Erhardt

Man hätte meinen können, der Leibhaftige stünde im Hardtberger Kulturzentrum - der leibhaftige Heinz Erhardt. Aber gestern Vormittag stand nicht der 1979 verstorbene Schelm und Schauspieler, sondern Gerhard Piske auf der Bühne und rezitierte Gedichte des Komödianten derart ähnlich, dass man meinen könnte, es sei eine "Vater- und Mutter Morgana", witzelte Piske.

"Meine lieben Damen und die, die ihnen nachlaufen", begrüßte Piske frei nach Erhardt die Gäste in dem voll besetzten Kulturzentrum in Duisdorf. Der in Ludwigshafen lebende Schauspieler Piske, der schon mehrfach im Tatort zu sehen war, ähnelt dem großen deutschen Komiker schon rein äußerlich - und die Heinz-Erhardt-Brille tut ihr übriges.

Doch auch die Stimme, den Tonfall und Sprachrhythmus, die Gestik und den Blick kann Piske perfekt imitieren. So genossen die Gäste den Auftritt und lachten wie einst beim Altmeister Tränen über den Schelm.

Das Heinz-Erhardt-Revival war die letzte Vorstellung im Rahmen der Reihe Hardtberg Kultur, die der gleichnamige Verein organisiert hatte. Im Januar stellt der Verein mit der Reihe "Winter" neue musikalische Eindrücke und Stilrichtungen vor.

Am Samstag, 11. Januar, steht das Neoklassik-Duo Winter:Glas mit seinem Programm "A Journey Through the Wintertime" und am Samstag, 25. Januar, das Trio Aurago mit "Chansons Noirs" auf der Bühne des Hardtberger Kulturzentrums.