Jubiläum in Ückesdorf: Die Ü-Dötzchen sind erwachsen

Jubiläum in Ückesdorf : Die Ü-Dötzchen sind erwachsen

Die Kindergarteninitiative feiert 20-jähriges Bestehen. Und die Leiterin Gisela Lawrence verabschiedet sich aus dem Amt.

„Frechheit siegt – immer noch.“ Was gleich geblieben ist und welche Veränderungen – visuell und personell – die Kindergarteninitaitve Ü-Dötzchen geprägt haben, weiß niemand besser als Andrea Proost. Seit 20 Jahren betreut die Kindergärtnerin mit ihrem sechsköpfigen Team „ihre“ rund 50 Schützlinge.

Sie war dabei, als das bunt verzierte, an die Villa Kunterbunt erinnernde Holzgebäude an der Von-Halberg-Straße in Ückesdor noch ein Rohbau war und die Betreuung in anliegenden Containern stattfand. Und sie war auch noch dabei, als jetzt das 20-jährige Bestehen des Kindergartens mit ihren Schützlingen anstand. „Gleich geblieben ist die Herzlichkeit der Kinder“, berichtet sie. Ansonsten habe sich aber vieles verändert – und nicht zuletzt die Ansprüche der Eltern.

Aus der reinen Vormittagsbetreuung in den Anfangsjahren ist längst der Ganztagsbetrieb inklusive Vollverpflegung geworden. Während Stulle und Mittagessen früher noch aus der mitgebrachten Brotkiste kamen, nimmt den Eltern und Erziehern heute ein professioneller Caterer diese Aufgabe ab. Veränderungen gab es also reichlich, Ressourcen investieren die Betreuer heute unter anderem, um im Rahmen des „offenen Konzepts“, wie Proost eine der gravierendsten Veränderungen nennt, Zeit auf dem großzügigen Außengelände zu verbringen.

„Unsere Kinder haben einen Betreuer als feste Bezugsperson und sind frei in der Wahl ihrer Räumlichkeiten, in denen sie spielen, malen oder basteln können“. Das war nicht immer so. Früher gab es feste Räume für die „Wolkengruppe“ oder die „Sternschnuppen“. Auch wenn diese Gruppen heute noch bestehen und so heißen , verzichtet der Kindergarten aus pädagogischen Gründen auf feste Raumzuteilungen.

Einen Steinbach mit Wasserpumpe nennt Gisela Lawrence, die nach 14 Jahren Leitung ihr Amt nun abgibt, eine „Sternstunde in der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Vorstand“.

Überhaupt habe sich dieser Zusammenhalt durch ihre gesamte Arbeitszeit gezogen. Vor ihrem Abschied hat sie allerdings noch die Weichen für ein neues Projekt gestellt: „Die Außenanlage unseres Kindergartens werden wir im Rahmen einer Gartenaktion umbauen“, verrät sie und verweist auf ein Stückchen Sankt Gotthard in Ückesdorf: „Wir möchten unter anderem einen kleinen Bergtunnel einrichten“.

Zum Gelingen des Jubiläumsfestes hatte auch die Feuerwehr mitsamt Gefährt und Ausrüstung beigetragen. Trotz dieses aufregenden Besuchs reichte die Konzentration für die Jüngsten, ihr Jahreszeiten-Schauspiel unter musikalischer Begleitung eines Eltern-Orchesters aufzuführen. Daran hatten Elternrat, Kinder und der Vorstand seit Beginn des Jahres gearbeitet.