Festausschuss Röttgen: Die Röttgener Kirmes wirft ihre Schatten voraus

Festausschuss Röttgen : Die Röttgener Kirmes wirft ihre Schatten voraus

Der Festausschuss bereitet die Großveranstaltung Ende August vor. Auch für danach gibt es bereits eine Menge zu tun.

. In drei Jahren wird der Festausschuss Röttgen (FA) 50 Jahre alt. Da muss man doch wohl schon mal mit der Planung beginnen, oder? „Nach der Kirmes“, sagt der erste Vorsitzende Frank Edelmann. Denn für die FA-Mitglieder dreht sich momentan alles um diese Veranstaltung am letzten Augustwochenende. Alles andere rückt in den Hintergrund, bis dieser Berg erklommen ist.

Das Organisatorische ist soweit erledigt. Der FA kann für Ausschank, Essensstand, Auf- und Abbau und Hilfe bei einzelnen Programmpunkten auf bis zu 200 Freiwillige bauen, die für einen hoffentlich reibungslosen Ablauf vom Fassanstich am Freitag, 25. August, 19.30 Uhr bis zur Zacheiesverurteilung am Montag, 28. August, 20 Uhr sorgen.

Zudem haben sich neun Schausteller angekündigt. Die Kirmes wartet mit einem neuen Fahrgeschäft auf, Edelmann kündigt den „Hawai-Swing“ an. „Die Schmetterlingsbahn, die seit 30 Jahren gekommen ist, durfte aus Sicherheitsgründen nicht mehr fahren“, erklärt er. Der Ersatz ist so etwas ähnliches, mit rund 18 Metern Durchmesser auch nicht gerade klein.

Auf dem Programm stehen außerdem wieder ein Kinderfest mit verschiedenen Spielstationen, weiterhin am Sonntag ein Kinderflohmarkt und nachmittags die Vorstellung der Ortsvereine, Kitas und Schulen, deren Premiere im letzten Jahr gut ankam. Die Stände werden im Festzelt aufgebaut, das wieder auf dem Parkplatz vor dem Pfarrzentrum stehen wird.

Das alles zielt laut der zweiten Vorsitzenden Tanja Koep vor allem darauf ab, den Neubürgern vor allem aus dem Hölder den Anschluss an das Ortsgeschehen zu erleichtern. Und wenn die Vereine darüber das eine oder andere neue Mitglied bekommen – umso besser.

Festzelt muss bald umziehen

Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem der FA sich für sein Festzelt einen anderen Standort suchen muss. Dem Vorstand ist das schon seit drei Jahren klar, als mit der Umgestaltung des Pfarrzentrums begonnen wurde. Der Kindergarten hat den umgebauten früheren Pfarrsaal bezogen, das leer stehende Haus sollte eigentlich abgerissen und durch eine Parkplatzfläche ersetzt werden. Der bisherige Parkplatz soll verkauft und bebaut werden, laut Pfarrer Alfons Adelkamp, Oberhaupt der katholischen Gemeinden Sankt Maria Magdalena in Endenich und Christi Auferstehung in Röttgen, sollen dort Wohnhäuser hin.

Dann zogen aber erst mal Flüchtlinge in das alte Gebäude. Wann sie ausziehen, ist nicht bekannt, und entsprechend, so Adelkamp, sei die Bebauung des jetzigen Parkplatzes noch Zukunftsmusik. Aber der FA ist vorbereitet: Schon 2016 wurde ein „Festplatzverteiler“ für die Stromversorgung auf der Wiese eingerichtet.

Am Kirmesmontag wird auch wieder ein Seniorencafé durchgeführt. An allen Abenden gibt es Livemusik, auch am Abschlusstag. Danach müssen die Vorsitzenden, Kassierer Stefan Zimmermann und Schriftführerin Marliese Schirra wohl erst mal durchschnaufen, bevor es an die nächsten Termine geht. Am 7. November geht es mit dem Martinszug weiter, mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr. Der FA kümmert sich mit den Stadtwerken wieder um die Weihnachtsbaumbeleuchtung am Kriegerdenkmal, dann kommen schon die Karnevalstermine.

Der FA kann dieses Mal wieder ein Kinderprinzenpaar proklamieren, was erneut Teil des Vereinsfests der Prinzengarde sein wird – die Prinzessin ist dort Tanzmariechen. Es folgen die Kinderkarnevalsparty und, ab sofort wieder in FA-Hand – der lustige Seniorenkaffee. Dann geht der Karnevalszug 2018 mit After-Zoch-Party, und am Samstag nach Karneval erfolgt das traditionelle Fischessen. Im Mai 2018 steht noch die Seniorenschifffahrt an, im Juni das Helferfest, das die Freiwilligen zur weiteren Hilfe motivieren soll. Denn die nächste Kirmes ist dann auch nicht mehr fern, und überhaupt muss man sich ja schon mal für das 50-jährige Jubiläum warmhalten.