Antrag an die Bezirksvertretung: Debatte zu Parksituation in Duisdorf

Antrag an die Bezirksvertretung : Debatte zu Parksituation in Duisdorf

Die Grünen in Duisdorf beantragen die Einführung von Anwohnerparkrecht im Oberdorf. Die CDU ist jedoch dagegen.

Sich in Duisdorf einfach auf einen freien und kostenlosen Parkplatz zu stellen, das könnte für Autofahrer im Oberdorf bald vorbei sein, zumindest wenn es nach den Grünen geht. Sie fordern in einem Antrag an die Bezirksvertretung Hardtberg, die Parksituation im Bezirkszentrum zu ändern und Anwohnerparkrecht einzuführen.

Grünen-Fraktionschefin Gertrud Smid bezieht sich auf das nur begrenzte Angebot von öffentlichen Parkplätzen und die hohe Nachfrage nach den freien Plätzen in dem Gebiet zwischen Rochusstraße, Villemombler Straße, Derlestraße und Burgweiher: „In diesem Gebiet bestehen erhebliche Konflikte bei der Parkplatzsuche zwischen Fahrzeugen der Anwohner und Nichtanwohner.“ Um das zu verbessern, sei es nötig, eine Parkraumbewirtschaftung in Verbindung mit einer Parkregelung für Bewohner einzuführen.

Smids Parteifreund Rolf Beu ergänzt, damit solle ein Ausgleich zwischen unterschiedlichen Interessen geschaffen werden. Die Kunden sollen ausreichend Parkplätze finden können, die Anwohner im Zentrum aber auch. Aber derzeit werde der Parkraum, der noch nicht einmal eine Parkscheibenregelung besitze, von Pendlern und Dauerparkern zugestellt.

Vor allem im Oberdorf sei das nicht hinzunehmen, dort solle der Parkraum vorwiegend den dort wohnenden Bürgern vorbehalten bleiben. Ob dort Parkscheibenpflicht reiche oder tatsächlich eine Gebührenpflicht nötig ist, müsse die Stadt im Zuge eines Konzepts feststellen.

Die CDU als Mehrheitspartner der Grünen will erst abwarten, wie die Stadt zu dem Vorschlag steht. Allerdings stellte CDU-Ratsherr Bert Moll schon einmal vorbehaltlich dieser Stellungnahme fest, dass man dem Grünen-Antrag in der gestellten Form nicht zustimmen werde. Denn bereits 2015 habe man die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zur Verbesserung der Stellplatzsituation unter Einbeziehung von Tiefgaragen zu entwickeln, besonders für das Quartier Derlestraße, Witterschlicker Straße, Heilsbachstraße. Dieses liege bisher nicht vor. Moll: „Daran werde ich die Verwaltung bei der Beratung des Antrags in der Sitzung der Bezirksvertretung erinnern.“

Der CDU-Ratsherr verweist außerdem darauf, dass man 2015 in dem Antrag bewusst kein Anwohnerparkgebiet gefordert habe, da dies nach den Erfahrungen aus einem CDU-Bürgergespräch zu diesem Thema vor dem Kulturzentrum die Probleme der Parkplatzknappheit nicht pauschal lösen würde und von den Anwohnern abgelehnt werde.

Mit einen Anwohnerparkrecht räume man den Bewohnern zwar gegen Gebühr einen Sonderstatus ein, diese ausgewiesenen Anwohnerparkplätze könnten und dürften dann aber auch von keinem anderen Autofahrer genutzt werden. Außerdem sei ein breit angelegtes Anwohnerparkgebiet im Bezirkszentrum Duisdorf schlecht für die Kunden, Besucher und Gäste der Anwohner. „Ich würde mich auch gegen eine komplette Parkraumbewirtschaftung aussprechen“,so Moll. Die Anfahrbarkeit des Bezirkszentrums würde leiden, würden alle Parkplätze reglementiert.