Maitradition: Christina Schneider ist Lengsdorfer Maikönigin

Maitradition : Christina Schneider ist Lengsdorfer Maikönigin

Der Lengsdorfer Ortsfestausschuss krönt Christina Schneider zur neuen Maikönigin. Der Gesangverein stimmt Lieder an und die Maikönigin und die Weinkönigin schmückten mit Kindern den Maibaum.

Vor dem Heimatmuseum in Lengsdorf steht eine Birke. Sie ist höher als das Gebäude und hat eine fast kreisrunde Krone. Am Montagabend gesellte sich beim jährlichen Maiansingen eine zweite, etwas kleinere dazu. Zusammen mit der Maikönigin aus dem vergangenen Jahr und der Weinkönigin schmückten die Kinder aus dem Ort den Maibaum mit bunten Krepp-Papierstreifen, bevor ihn vier Männer der Freiwilligen Feuerwehr mit einem roten Seil an der großen Birke in die Höhe zogen. Gerade stehen konnte das Bäumchen nicht, die Kronen der Birken kämpften miteinander um Platz.

Traditionell findet das Maiansingen auf dem Dorfplatz statt, weil dort aber gebaut wird, war die Zeremonie auf den Vorplatz des Heimatmuseums verlegt worden. Während die Männer und Frauen des Gesangvereins „Liederkranz“ ihre Lieder sangen, bereitete sich Lara Hennes auf ihre Entkrönung vor.

Christoph Schada, Vorsitzender des Ortsfestauschusses, dankte der Maikönigin für ihren Einsatz zu Karneval und anderen Festen. „Die Königin ist tot, es lebe die Königin! Das sagen wir natürlich nicht“, sagte Schada und nahm der 25-Jährigen die Krone ab. Nach einer kurzen Zwischenstation auf einem roten Kissen, setzte der evangelische Pfarrer Wolfgang Harnisch das silberne Krönchen auf den Kopf der 18-jährigen Christina Schneider.

Die neue Maikönigin strahlte und winkte in die Runde. Die Vorsitzende des Ortsfestausschusses, Anke Boehnert, hatte das „Mädchen ausgeguckt und gefragt, ob sie sich das Amt vorstellen kann“. Schneider hatte zugestimmt und auch ihre Familie, deren Unterstützung für ein erfolgreiches Amtsjahr wichtig sei, sagte Boehnert, die erklärte, dass die Kandidatinnen nicht mehr von alleine kommen. Obwohl sie erst seit sieben Jahren in Lengsdorf wohne, sei Schneider durch ihr Engagement für die Gemeinde aufgefallen, zum Beispiel durch ihre Begleitung der Sternsinger, sagte Schada den Feiernden auf dem Vorplatz.

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