Bäckereien in Bonn-Hardtberg: Brötchen-Boom in Duisdorfs Zentrum

Bäckereien in Bonn-Hardtberg : Brötchen-Boom in Duisdorfs Zentrum

Knusprig, lecker und frisch: Wer gerne Brötchen mag, bekommt in Duisdorf so viel Auswahl geboten wie kaum woanders. In neun Läden, die unterschiedlicher kaum sein können, gibt es des Deutschen liebste Frühstücksbackware zu kaufen.

Neun Läden – Die bedeuten für die Kunden das Paradies und Auswahl ohne Ende. Aber längst nicht alle Bäckereien sind gleich. Ohne dem Geschmackstest vorgreifen zu wollen: Alle neun Brötchen, die es dort zu kaufen gibt, sehen anders aus. Die Vielfalt heißt vor allem: Sie kosten auch längst nicht alle dasselbe. Sie liegen zwischen 20 und 33 Cent pro Stück, mit einem Ausreißer nach oben und einem nach unten.

Die Bäckerei-Tour beginnt im oberen Teil der Rochusstraße, Nummer 257: Schells Eck ist ein örtlicher Traditionsbäcker, die Familie seit Jahren in Duisdorf verwurzelt. Vor dem Laden gemütliche Bänke, die Bedienung freundlich: Preis für ein Brötchen: 33 Cent, das ist oberes Niveau. Vom 24. Juli bis 8. August ist das Geschäft übrigens wegen Umbauarbeiten geschlossen und öffnet erst am Dienstag, 9. August wieder.

Zweiter Stopp: Freikost Deinet, gleich gegenüber. Es handelt sich um Bonns ersten konsequent verpackungsfreien Lebensmittelladen, und Backwaren sind eher nicht das Kerngeschäft. Das letzte Brötchen im Korb, das wir ergattern, kostet mit 95 Cent rund drei Mal so viel wie die meisten anderen Brötchen im Test. Dafür ist das Exemplar wohl ökologisch erzeugt, andererseits aber nur halb so groß wie übliche Brötchen. Sei's drum.

Die Bäckerei Nelles im Rewe-Center am Schickshof: Endlich wieder ein richtiger Bäcker, wenn auch ohne Aufenthaltsqualität. Ein Brötchen kostet 29 Cent. Auffälligkeiten: keine. Bedienung fix. Und man ist schnell wieder raus.

Nummer vier: Die Bäckerei Penkert in der Rochus-Passage, Hausnummer 190: Derselbe Preis wie bei der Bäckerei Nelles zuvor, Preis 29 Cent. Auch lecker und frisch. Keine Beanstandungen.

Weiter geht's in den unteren Teil der Fußgängerzone: Im Rewe-City, Rochusstraße 187, verkauft die Bäckerei Oebel ihre Backwaren. Ein Brötchen gibt's für 30 Cent, sie sehen fest und appetitlich aus. Auch hier wie im anderen Rewe weiter oben: Die Bedienung wünscht dem Kunden noch einen schönen Tag.

Nächster Stopp: Die Bäckerei Lubig, die in Bonn einen großen Namen hat und deren Geschäft nach der Insolvenz vom neuen Inhaber fortgeführt wird. Die Filiale in der Rochusstraße 183 hat sogar ein paar Tische vor der Tür. Ein Brötchen ist mit 33 Cent hier vergleichsweise teuer, und das Testexemplar ist zwar etwas braun gewesen. Aber sehr knusprig und appetitlich.

Lecker ist es auch bei der neuen Filiale von Penkert im Neubau neben dem Rochuscenter. Nennen wir sie Penkert II. Mit 29 Cent kostet ein Brötchen ebenso viel wie bei der Penkert-Filiale in der Passage. Seltsamerweise sieht es anders aus, ist größer, weil offenbar etwas mehr aufgegangen. Dafür das einzige mit „Luft im Bauch“. Schöne Aufenthaltsqualität an den Tischen vor dem Laden, der ein Gewinn für die Rochusstraße darstellt.

Nummer acht am Ende der Fußgängerzone setzt auf Selbstbedienung und ein industrielles Produkt, bei dem ein Brötchen so aussieht wie das andere. Dafür ist der Preis bei Mr. Baker unschlagbar. Beim Geschmackstest wollte sich zuerst keiner an das Produkt heranwagen.

Und dann die letzte Bäckerei im Test, die Filiale von Voigt im Brünkerhof, ein Stück außerhalb der Fußgängerzone. 32 Cent zahlt man hier pro Brötchen und bekommt ein Spitzenprodukt. „Knusprig und zugleich locker-fluffig, das ist mein Favorit, und da bin ich noch nie reingefallen“, sagte die einzige Frau im dreiköpfigen GA-Testteam.

Fazit: Die anderen beiden Tester konnten sich nicht entscheiden, alles so schön lecker hier. Vom teuren Bio-Mini-Brötchen war man geschmacklich eher enttäuscht, vom preiswerten Mr. Baker-Produkt eher positiv überrascht. Alle anderen dazwischen sind so gut, dass Qualitätsunterschiede schwer zu ziehen sind.

Und nun zum Preis: Zwischen 29 und 33 Cent ist normaler Standard. Bei einigen Bäckereien zahlt man vielleicht auch den netten Sitzplatz ein Stückweit mit. Unterm Strich bleibt festzuhalten: Wer in Duisdorf nicht das Produkt findet, das ihm schmeckt, ist selber schuld.

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