Hardtbergbad: Bonns Grundschüler schwimmen um die Wette

Hardtbergbad : Bonns Grundschüler schwimmen um die Wette

Neun Bonner Grundschulen nahmen am Montag am Schwimmwettbewerb der Bonner Grundschulen im Hardtbergbad teil. Dabei stand jedoch der Spaß und nicht die Leistung im Vordergrund.

Zeitweise war es am Montagmorgen richtig laut im Hardtbergbad: Die Anfeuerungsrufe der Kinder, die am Beckenrand saßen, galten den Mitschülern, die bei der aktuellen Disziplin des Schwimmwettbewerbs für Grundschulen gerade an den Start gegangen waren und hoch motiviert weitere Punkte für die eigene Schule einheimsten. „Los, kraulen!“, riefen zwei Mädchen ihrem Klassenkameraden zu, der gerade in Führung lag.

„Jede Bahn zählt!“, hatten die erwachsenen Betreuer des Schwimmwettbewerbs zuvor betont, und so gaben die Schüler alles, als es darum ging, innerhalb von acht Minuten so viele Bahnen wie möglich zu schwimmen. Die neun Grundschulen aus dem Stadtbezirk Hardtberg, die in diesem Jahr beim Schwimm-Wettbewerb mitmachten, hatten sich alle eigene Namen gegeben und so traten die Medinghovener Krokodile gegen die Rochus-Haie an oder lieferten sich die Schlossbach-Sharks ein heißes Duell mit den Kreuzberg-Delfinen. Jede Schule stellte eine aus jeweils zehn Kindern bestehende Mannschaft.

In fünf Einzelwettbewerben konnten die insgesamt 90 Kinder, die alle mit großer Begeisterung dabei waren, ihre Ausdauer und ihr Können unter Beweis stellen. Zum Start in den sportlichen Vormittag standen acht Bahnen Brust- und Rückenschwimmen im Wechsel auf dem Programm. Anschließend hatten die Grundschulen die Aufgabe, eine Staffel-Mannschaft zu bilden und während des Schwimmens einen Ball von einem Beckenrand zum anderen vor sich herzuschieben. Diese Aufgabe erfolgreich gemeistert, galt es nun, in einer vorgegebenen Zeit so viele Bahnen wie möglich zu ziehen. Beim folgenden Tauch-Wettbewerb wurden die Schüler ausgelost, die für ihre Schule drei Ringe vom Boden einsammeln mussten. Zum Finale stand der Spaßfaktor im Mittelpunkt: Die Wäscheleine-Staffel hatte die Aufgabe, vom Wasser aus mehrere T-Shirts an einer Wäscheleine auf- und wieder abzuhängen.

Stefan Werker, Schulleiter der Grundschule Medinghoven und seine Kollegin Kati Hänel hatten den Schwimmwettbewerb vor knapp zehn Jahren ins Leben gerufen. „Uns ist es wichtig, dass der Schwimmwettkampf nicht als olympischer Wettbewerb betrachtet wird, sondern dass er in erster Linie den Kindern einfach Spaß macht.“ Damit ist ihnen ein sportliches Erfolgskonzept gelungen, das bei den Grundschulen prima ankommt: Der Schwimmwettbewerb erlebte dieses Jahr seine neunte Auflage.

Tatkräftige Unterstützung gibt es jedes Jahr vom Schwimmclub-Hardtberg (HSC), der nicht nur bei der Durchführung des Wettbewerbs dabei ist, sondern auch die Urkunden, mit denen alle Teilnehmer ausgezeichnet werden, bereitstellt sowie den Wanderpokal für die beste Schule vergibt. Über die Trophäe freuen darf sich in diesem Jahr die Schlossbachschule aus Röttgen: Die „Schlossbach-Sharks“ hatten bei dem sportlichen Wettbewerb die meisten Punkte eingeheimst. Auf einem starken zweiten Platz landete die Kreuzbergschule. Über den dritten Platz darf sich die Laurentiusschule freuen. 2020 feiert der Schwimmwettbewerb seine zehnte Auflage.

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