Bonn-Duisdorf: Adventsmarkt öffnet am Freitag

Vorweihnachtszeit in Bonn : Adventsmarkt in Duisdorf öffnet am Freitag

An diesem Freitag wird der Adventsmarkt in Duisdorf eröffnet. Der Ortsfestausschuss hat 21 Aussteller für die Stände vor der Rochuskirche gewinnen können.

Am Donnerstag wird der Adventsmarkt vor der Rochuskirche aufgebaut. Es ist der 32. in Folge vom 29. November bis 1. Dezember. Werbeflyer und Plakate haben der Vorsitzende des Ortsfestausschusses (OFA), Bernd Schmidt, und sein Stellvertreter Volker Stahl bereits vergangene Woche in den Geschäften ausgelegt. Für Stahl war der Start für die Vorbereitungen jedoch bereits im Juli. Er ist laut „Geschäftsverteilungsplan“ des Vereins für die Organisation des Adventsmarktes zuständig. Für ihn ist es das zweite Jahr in der Funktion und mit dieser Aufgabe. „Die Startschwierigkeiten sind also überwunden. Jetzt wird es Routine“, sagt der Informatiker im Ruhestand. Das Wichtigste sei, die Aussteller zu akquirieren. Zu 30 potenziellen Ausstellern hat er im Sommer Kontakt aufgenommen. 21 haben fest zugesagt. „Das sind genauso viele wie vergangenes Jahr.“

Hauptsächlich werden Speisen, Naschereien und Süffiges angeboten. Der Spielmannszug Rot-Weiß beispielweise serviert Reibekuchen und Glühwein, das Damenkomitee Blau-Weiß Suppe mit Brot. Bei der Marinekameradschaft gibt es – standesgemäß – Matjes-Brötchen, Eisbrecher und Rostocker. Die Heimatfreunde bereiten Eierpunsch, Orangen-Ingwer-Glühwein und Glühbier zu. An Weihnachtsgeschenken und -dekoration mangelt es ebenfalls nicht. Bei den handgestrickten Accessoires, Plüschtieren, selbst genähten Taschen oder Kinderkleidung lässt sich sicherlich das eine oder andere Geschenk finden.

Für den Standplatz vor der Kirche zahlen die Anbieter 95 Euro für drei Tage. Hütten, die von der Gewerbegemeinschaft ausgeliehen werden, kosten 250 Euro. Schulen und Kindergärten erhalten Sonderkonditionen.

Die weitaus meiste Arbeit – weil sehr zeitintensiv – hat Volker Stahl mit den „Anträgen“, angefangen bei der Genehmigung des Marktes. Damit verbunden sind Auflagen. So muss beispielsweise der Emissionsschutz gewährleistet werden. Soll heißen, die Lautstärke muss sich in Grenzen halten. Lediglich an der Bühne spielt Musik, „nicht aggressiv, sondern dezent“, sagt Stahl. Der OFA hat wie im vergangenen Jahr für die drei Tage einen jungen DJ verpflichtet, „mit dem alle sehr zufrieden waren. Bislang hatten wir keine Beschwerden.“ Weitere Auflagen gibt es für den Müll, er muss getrennt und die Tonnen müssen korrekt befüllt werden. Der Markt braucht Wasser- und Stromanschluss. „Und dann will ja auch die Gema Gebühren für die Musik.“ Da gäbe es jedes Mal einen Schriftwechsel hin und her. Die Gema setze die Rechnung aus seiner Sicht immer viel zu hoch an. „Da muss man dann runterhandeln.“ Etwa 300 Euro an Gema-Gebühr sei akzeptabel.

Unterm Strich ist der Adventsmarkt für den OFA ein Minusgeschäft, wie Stahl berichtet. Selbst die Spenden, die mit einfließen, könnten das Defizit von rund 1500 Euro nicht ausgleichen. Bis 2013 wurde der Markt von der Bezirksverwaltungsstelle organisiert und wegen des Finanzierungsproblems zur Diskussion gestellt. Entweder abschaffen oder die Verantwortung abgeben. Der OFA übernahm. „Der Adventsmarkt ist eine schöne Tradition, etwas Besonderes und gut für Duisdorf.“ Stahl rechnet mit rund 1000 Besuchern. „Es darf nur nicht regnen. Aber das zu verhindern, liegt nicht in meiner Zuständigkeit.“

Allerdings: „Höher darf der Verlust nicht werden. Bislang kann der OFA ihn durch Einnahmen bei anderen Veranstaltungen kompensieren.“ Die Anhebung der Standgebühr sei für ihn keine Lösung. „Aber das steht auch nicht an. Momentan läuft alles gut.“

Eigentlich hatte sich die Gewerbegemeinschaft  mit einem verkaufsoffenen Sonntag am Adventsmarkt beteiligen wollen. Die Resonanz bei den Einzelhändlern war zu gering. Unterstützung hat der OFA dennoch bekommen. Die Gewerbegemeinschft sponsert Flyer und Plakate sowie die kleine Geschenke, der der Nikolaus am Eröffnungsfreitag  an die Kinder verteilt.

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