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Weck-Werk in Duisdorf: Bahnübergang soll bleiben

Weck-Werk in Duisdorf : Bahnübergang soll bleiben

Der Bahnübergang am Weck-Werk kann weiterhin nur von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden. So wird derzeit die Verkehrssituation an dieser Stelle wieder verstärkt in der Öffentlichkeit diskutiert, da sich Autos und Lastwagen Umfahrungen suchen müssen.

Um darüber zu diskutieren, laden die CDU-Verkehrspolitiker Oliver Krauß aus Alfter und Bert Moll aus Duisdorf zum Bürgergespräch vor Ort ein (Samstag, 11. Januar, ab 11 Uhr). Das Thema greift auch die SPD auf, die eine Große Anfrage für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg am Dienstag, 27. Januar, gestellt hat.

Die SPD will wissen, wann der frühestmögliche Zeitpunkt für die Wiedereröffnung des Bahnübergangs ist - gerechnet ab dem Zeitpunkt des Beschlusses einer Variante für die Verkehrsführung rings um den Bahnübergang. Die Stadt soll mitteilen, welche der von der Deutschen Bahn (DB) vorgeschlagenen Varianten sie bevorzugt.

Wie berichtet, wurde der Bahnübergang "Alter Heerweg/Weck-Werk" am 17. November geschlossen, um die Bahnübergangssicherungsanlage zu erneuern. Am 10. Dezember teilte die DB mit: "Aufgrund der notwendigen Erneuerung des Bahnüberganges ist der Bestandsschutz der Anlage erloschen. Nach den bei Neubauten geltenden Regeln der Technik gehört hierzu insbesondere die ausreichende Möglichkeit zur Räumung des Bahnübergangs für Fahrzeuge." Die SPD wundert sich, dass es im Vorfeld nicht bekannt war, dass sich bei der Erneuerung des Bahnüberganges um einen Neubau handelt.

"Um den Lieferverkehr zum Industriegebiet Duisdorf und den Autoverkehr in die Wohngebiete nicht weiter zu beeinträchtigen, muss der Bahnübergang schnellstmöglich wieder geöffnet werden, weil die derzeitige Verkehrsführung die Schließung nicht kompensieren kann", argumentiert SPD-Bezirksverordneter Dominik Loosen. Außerdem müsse einer "schleichenden Schließung" entgegengewirkt werden. Gegen die sprach sich übrigens der Bonner Rat im Mai 2011 aus. Das sei auch oberste Priorität für den Rhein-Sieg-Kreis und für sie persönlich, sagen Bert Moll und Oliver Krauß für die CDU.

Das jetzt angekündigte Verfahren, durch Vorstellung der alternativen Verkehrsführungen für Autos am 7. Januar im Alfterer Rathaus die Politik frühzeitig einzubinden, ist laut SPD eine Chance, die folgenden Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. "Jedoch ist unklar, wie es vermieden werden kann, dass nach Beschluss durch die zuständigen Gremien in Bonn wiederum DB-intern eine Ablehnung erfolgt", sagt Loosen und will langwierige Genehmigungsprozesse vermeiden.