Treppen bis zur siebten Etage

Aufzug in Hochhaus in Duisdorf ist endlich repariert

Duisdorf. Die Wohnungsgesellschaft Vonovia bedankt sich für die Geduld der Mieter. Das dringend benötigte Ersatzteil wurde früher geliefert, als befürchtet. Der Tragedienst war nur wenige Male im Einsatz.

Ganze fünf Wochen lang war das achtgeschossige Mehrparteien-Hochhaus am Schieffelingsweg 23 in Duisdorf ohne Aufzug, und die Mieter waren alleine auf die Treppen angewiesen, jetzt ist der Lift endlich wieder repariert. Das dringend benötigte Ersatzteil sei geliefert worden und von dem Dienstleister bereits im Laufe des Montags eingebaut worden, teilte die Wohnungsgesellschaft Vonovia mit. Es handelte sich um einen Mikroprozessor für die Aufzugssteuerung, sagte der Pressesprecher des Unternehmens Max Niklas Gille.

„Das ist natürlich toll, wenn das jetzt doch schneller geht, als zunächst mitgeteilt“, sagte Nikolaus Stein, einer der betroffenen Mieter, dem GA. Da war das Ersatzteil aber noch nicht eingebaut. Stein hatte im Übrigen moniert, dass der Aufzug schon in der Vergangenheit immer wieder defekt gewesen sei – was die Vonovia bedauert. Zunächst hatte es vonseiten der Wohnungsgesellschaft geheißen, das Ersatzteil sei „auf unbestimmte Zeit“ nicht zu bekommen, und es könne keine Prognose abgegeben werden, wann es wieder erhältlich sei. „Wir werden die Situation im Auge behalten und das fortan eng begleiten“, erklärte Gille zuversichtlich und dankte den Mietern für ihre Geduld.

Anträge auf Mietminderung

Gille erneuerte außerdem die Zusage, dass die Mieter wegen einer Mietminderung auf die Vonovia zukommen könnten und man dann in Gespräche darüber eintrete.

Der Tragedienst, den das Wohnungsunternehmen vor einer Woche als Notlösung organisiert hatte, ist übrigens von den Mietern bisher kaum in Anspruch genommen worden. „Wir hatten nur drei bis vier Einsätze“, berichtete Patrick Lange vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), den die Vonovia für diese Tätigkeit angeheuert hatte.

Auch das beweist die Langmut der Mieter: Nur in einem Fall wollte eine Person die Treppen hinaufgetragen werden, ansonsten waren es Einkäufe oder Wäsche der Mieter. Denn die Gemeinschaftswaschmaschine in diesem Haus befindet sich im Dachgeschoss..

Um Personen zu tragen, benutzt der ASB einen speziellen Tragestuhl. Auf ihm würden die Menschen angeschnallt, damit sie sicher befördert werden könnten, berichtete Lange. Bei dem Personeneinsatz habe es sich um einen körperlich eingeschränkten Mieter gehandelt.