Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Ückesdorf: 60 Referenten beraten Schüler am Berufsorientierungstag

Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Ückesdorf : 60 Referenten beraten Schüler am Berufsorientierungstag

Mehr als 60 Referenten standen am Freitagvormittag am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Ückesdorf für Fragen zur Verfügung. Viele der Referenten sind ehemalige Schüler und berieten darüber, welchen Beruf man erlernen oder welches Studium man ergreifen könnte.

Was machen eigentlich die Mitarbeiter im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik? Wie sieht der Alltag einer Architektin aus und was tun, wenn man noch nicht weiß, welchen Beruf man erlernen oder welches Studium man ergreifen möchte? Fragen, die mehr als 60 Referenten am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Ückesdorf am Freitagvormittag beantworteten.

"Jedes Jahr ist der Berufsinformationstag hier bei uns ein Stück weit gewachsen", sagt Lehrerin Carola Schaefermeyer, die den Tag federführend zusammen mit einigen Eltern organisiert hat. Viele der Referenten seien ehemalige Schüler wie etwa der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm. 1989 hat er dort in Ückesdorf sein Abitur gemacht, wie er den etwa 15 Schülern erzählte. Und die hörten aufmerksam zu. Denn Schönbohm verstand es, einen lebendigen Vortrag darüber zu halten, für was sein Bundesamt steht.

Da ist zum Beispiel das Morphen. Mittels Computerprogrammen können Bilder in Pässen oder anderen wichtigen Dokumenten so verändert werden, dass dabei eine komplett andere Person herauskommt. Im BSI arbeite man daran, Gegenmaßnahmen gegen solche Fälschungen zu ergreifen und grundsätzlich Programme für die Sicherheit beispielsweise in sozialen Netzwerken zu entwickeln. Schönbohm nahm erstmals am Berufsinformationstag teil, und es bereitete ihm sichtlich Spaß, den Schülern das Bundesamt als Arbeitgeber schmackhaft zu machen. Fachinformatiker und Systementwickler werden händeringend gesucht. Dass dies nicht immer eine so trockene Materie sein muss, wie die Schüler oft glauben, belegte er anhand der Beispiele und erklärte die Möglichkeiten, die Abiturienten im BSI haben. "Wir suchen Menschen, die etwas bewegen wollen, die motiviert sind, neue Sicherheitsstandards zu entwickeln und die bereit sind, sich ihr Leben lang weiterzuentwickeln", so der BSI-Präsident.

Das Bundesamt arbeite dazu mit verschiedenen Fachhochschulen zusammen unter anderen mit der Fachhochschule Bonn/Rhein-Sieg, biete aber auch eigene Ausbildungsgänge an. Am Ende stehe häufig die Übernahme. Gute Perspektiven also.

Auf große Resonanz stieß auch der Vortrag von Laura Schommer-Wolstein. Die junge Architektin, die zusammen mit ihrem Vater das gleichnamige Architekturbüro leitet, berichtete aus der Praxis des Häuserbauens und -entwerfens. "Manchmal muss man auch mit dem Kopf durch die Wand und zu seinen Entwürfen stehen", sagte sie. Architektur sei eine Herausforderung. Viele Bonner Projekte hat ihr Büro realisiert. Die Erweiterung des Macke-Hauses oder der Bau des Kameha sowie der Umbau der Remise am Poppelsdorfer Schloss sind dabei nur einige Beispiele, die sie den Schülern vorstellte. Dabei nahm sie kein Blatt vor den Mund, vor welchen Herausforderungen ein Architekt dabei oftmals steht. "Die Remise durften wir von außen nicht verändern, weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht, innen aber sollte ein Restaurant entstehen", erzählte sie und rief dazu auf, auch mal um die Ecke zu denken.

Über ihre Zeit im Ausland berichteten Vivien Cziesla und Maja Behling. Die ehemaligen Schülerinnen gingen zunächst ins Ausland, bevor sie ihr Studium aufnahmen. Auch darum ging es an diesem Tag.

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