Schandflecke an der Linie 18

Ärger über vermüllte Grundstücke in Dransdorf

Dransdorf. Bürger ärgern sich schon seit geraumer Zeit über den Zustand der Areale entlang der Bahntrasse. Die Stadt Bonn und die Stadtwerke wissen von den Beschwerden. Jetzt wollen sie sich um eine Verbesserung kümmern.

Wer auf dem Vorgebirgsbahnweg hinter Dransdorf spazieren geht oder auch mit der Stadtbahnlinie 18 in Richtung Alfter fährt, kommt an diesen Grundstücken zwangsläufig vorbei. Und ärgert sich über den Müll, der dort in den Gärten liegt. Beschwerden von Bürgern führten bisher nicht zum Erfolg, obwohl die Zustände auf den Grundstücken bei den Behörden bekannt sind.

Man schaut in ungepflegte Gartengrundstücke, auf einer überwucherten Fläche wurden illegal Kühlschränke und andere Elektrogroßgeräte abgeladen. Ein Areal scheint von einem Pächter als privater Schrottplatz missbraucht zu werden, beobachten Dransdorfer. Auf einem anderen Grundstück ist ein Auto in einer Garage geparkt. Gleich mehrere Gärten sind so verrammelt, dass man nicht hineinsehen kann, dafür hängen dort unmissverständliche Warnungen vor dem Wachhund. Spaziergänger werden von den Tieren massiv angebellt und erschreckt. „Die Hunde werden offenbar auf den Grundstücken frei gehalten und scheinen gefährlich zu sein“, sagte ein Dransdorfer dem GA. Pächter wurden vom GA vor Ort nicht angetroffen.

Und der Dransdorfer, der namentlich nicht genannt werden will, fügt hinzu: „Viele Menschen haben sich schon bei der Stadt Bonn und den Stadtwerken über die Vermüllung der Grundstücke dort beschwert. Doch es hat sich bisher nichts getan.“ Er setze jetzt auf eine Berichterstattung, damit es in Dransdorf wieder sauberer und lebenswerter werde.

Ordnungsdienst war in einigen Fällen aktiv

Die Stadtwerke, Eigentümerin der Grundstücke, haben Kenntnis von den Zuständen, sagte deren Sprecherin Veronika John ganz allgemein und versprach: „Wir werden uns der Sache annehmen.“ Dabei werde auch geprüft, ob auf den Grundstücken unerlaubt ein Gewerbe ausgeübt werde.

Die Stadtverwaltung berichtete, der Ordnungsdienst sei sehr wohl in einigen Fällen aktiv geworden, weil es Beschwerden über abgelagerten Müll gegeben habe. „Daraufhin wurde veranlasst, dass die Flächen gereinigt werden“, erklärte eine Sprecherin des Presseamtes. Außerdem sei ein Einsatz in Zusammenhang mit einem Brand auf einem der Grundstücke dokumentiert. Ob es illegale Aufbauten in den Gärten gebe, müsse vom Bauordnungsamt noch geprüft werden.

Die Stadt kündigte an, dass ein Straßenbegeher sich die Situation in den kommenden Wochen anschauen werde. „Wenn sie sich so darstellt wie beschrieben, werden die Pächter angeschrieben.“ Laut Gesetz müssten ihnen dann angemessene Fristen zur Beseitigung der Missstände eingeräumt werden, hieß es.

Dass der Fahrradweg nach Alfter ständig zuwachse, wie der Bürger beklagt, war der Stadt bisher allerdings nicht bekannt. Auch dies werde man sich ansehen, versprach die Sprecherin.