Feuer in Ippendorfer Kinderheim

Feuer in Ippendorfer Kinderheim

Brand im Erdgeschoss - Alle Bewohner in Sicherheit

Ippendorf. (hnn) Glimpflich verlief ein Feuerwehreinsatz am frühen Morgen in einer Dependance des Kinderheims "Maria im Walde" am Gudenauer Weg 124 in Ippendorf. Wie die Stadt Bonn mitteilt, war um 6.10 Uhr bei der Polizei ein Feueralarm eingegangen.

Weil das Gebäude als Jugendwohnheim der Stiftung bekannt war, rückten starke Lösch- und Rettungskräfte aus. Zum Glück konnten sieben Heranwachsende das Haus unverletzt verlassen. Sie wurden sofort betreut und im Haupthaus untergebracht, das sich ebenfalls am Gudenauer Weg befindet.

Aus noch ungeklärten Gründen - die Polizei ermittelt die Brandursache - war ein Wohnappartement in Flammen aufgegangen und völlig ausgebrannt. Die zunächst am Brandherd eintreffende Besatzung des Rettungswagens unternahm mit Feuerlöschern aus RTW und Polizei-Streifenwagen erste Löschversuche.

Die Freiwilligen Feuerwehr Duisdorf, als erste Löscheinheit am Brandort, drang anschließend unter Atemschutz in das Gebäude ein. Das Feuer wurde mit einem C-Rohr gelöscht, das Haus anschließend mit Geräten bis zur Rauchfreiheit belüftet.

Eingesetzt waren 29 Beamte der Berufsfeuerwehr aus den Wachen Bonn und Beuel und 18 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Duisdorf und Lengsdorf. Die mit dem Messwagen vorgenommene Überprüfung der Luft am Objekt erbrachte keine Gefährdung für die Nachbarn.

Bei der Anfahrt des Bonner Löschzuges der Berufsfeuerwehr hatte es einen problematischen Zwischenfall gegeben. Parkende Autos in einer Kurve am Jagdweg hinderten die Kräfte an einer schnelleren Anfahrt. Nur der Einsatzleiter des Löschzuges, Thomas Adenauer, konnte mit seinem Fahrzeug die Engstelle passieren.

Es dauerte mehrere Minuten, bis die Tanklöschfahrzeuge und die Drehleiter in Millimeter-Arbeit durchgelotst waren. "Was es bedeutet hätte, wenn Gesundheit und Leben der Kinder objektiv in Gefahr gewesen wären, kann sich jeder vorstellen" sagte der für den gesamten Einsatz zuständige Leiter, Jürgen Eck. Die Kennzeichen der PKW sind notiert. Das Ordnungsamt wird nun prüfen, ob ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden kann.

Die Feuerwehr schätzt den Sachschaden in einer ersten Bestandsaufnahme vorbehaltlich einer gründlichen bautechnischen Untersuchung auf mindestens 15 000 Euro.

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