Hilfe von Bonn aus seit 1987: Deutsche Aids-Stiftung hat neue Räume bezogen

Hilfe von Bonn aus seit 1987 : Deutsche Aids-Stiftung hat neue Räume bezogen

Mal wird juristische Hilfe im Umgang mit Behörden und Krankenkassen benötigt, mal wird unbürokratisch eine Finanzspritze gebraucht: Mehr als 2000 Anfragen bearbeiteten die 16 Mitarbeiter der Deutschen Aids-Stiftung mit Sitz in Bonn allein im vergangenen Jahr.

Schon vor ein paar Wochen vom Marktplatz in die Münsterstraße 18 (Cassiusbastei) umgezogen, hatte die Deutsche Aids-Stiftung ihre Kooperationspartner eingeladen, um die neuen Räume zu präsentieren. Bisher hatte sie gemietet, jetzt hat sie Eigentum erworben - ein Bekenntnis zum Standort Bonn.

Seit 1987 hilft die Stiftung HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen vorrangig in materiellen Notlagen. Bis heute gingen mehr als 76.000 Anträge ein, ihnen half die Stiftung schnell und unbürokratisch mit nahezu 38 Millionen Euro. Zwar verlängern neue Medikamente das Leben der Betroffenen, ihre soziale Situation ist allerdings nach wie vor oft desolat.

Deshalb muss die Stiftung immer häufiger bei finanziellen Engpässen aktiv werden. Geringes Einkommen oder staatliche Grundsicherung reichen oft nicht aus, tägliche Bedürfnisse zu decken. Es fehlt etwa an Geld für eine Heizkostennachzahlung, den Ersatz eines defekten Kühlschranks oder eine krankengerechte Matratze. "Hier reichen oft schon kleine Beträge, um wirkungsvoll zu helfen", erklärte Volker Mertens von der Stiftung.

Aidskranke Menschen im fortgeschrittenen Stadium hätten oft nur noch wenige soziale Kontakte. "Sie sind wegen ihrer Krankheit nicht mehr ausreichend mobil oder ziehen sich zurück, weil sie Angst vor Diskriminierung haben. Mit Zuschüssen für betreutes Wohnen, für die Einrichtung von Treffpunkten oder für die Organisation von Genesungsreisen schaffen wir Sicherheit und Rückzugsmöglichkeiten für HIV-positive Menschen", so Mertens. Um ihre Arbeit auch künftig leisten zu können, ist die Aids-Stiftung auf Spenden angewiesen. Diese sammelt sie unter anderem bei der Operngala in der Bonner Oper am 15. Juni ab 18 Uhr.

Info: Gala-Karten gibt es unter www.bonnticket.de und in den Bonnticket-Shops der GA-Zweigstellen: je nach Kategorie (mit zwei Euro Servicegebühr) für 117,50 Euro, 91,30 Euro, 73,40 Euro und 56,60 Euro. Premium-Karten (mit musikalisch-kulinarischem Nachklang auf der Hauptbühne) gibt es für 290 Euro bei der Stiftung.