CDU drückt beim Taubenhaus aufs Tempo

CDU drückt beim Taubenhaus aufs Tempo

Die Stadtverwaltung soll in zwei Wochen in der Bezirksvertretung ein Konzept vorlegen.

Bad Godesberg,. (fa) In der Kommunalpolitik wächst hinsichtlich des geplanten Taubenhauses am Theaterplatz offenbar die Ungeduld. Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung wartet im Vorfeld der Sitzung am 23. März mit einer Großen Anfrage auf. Deren Kern ist die Bitte um verbindliche Aussagen zum Wann und Wie der Maßnahme, über die in Bad Godesberg angesichts der unstrittigen Taubenplage in der Innenstadt seit über zwei Jahren diskutiert wird.

Wie berichtet, hatte die Bezirksvertretung am 1. Dezember 2010 beschlossen, dass im Umfeld des Theaterplatzes ein Taubenschlag errichtet werden soll. Ein Standort war dabei nicht genau festgelegt worden, allerdings hatte sich die Diskussion zuletzt stets auf das rückwärtige Flachdach der Kammerspiele konzentriert.

Zu allen weiteren Einzelheiten, etwa auch zu einer möglichen ehrenamtlichen Betreuung des Taubenhauses durch den Tierschutzverein, sollte die Stadtverwaltung Vorschläge ausarbeiten, nach denen die CDU nun fragt. Sie möchte beispielsweise von der Verwaltung wissen, welche Fortschritte bei der Planung erzielt werden konnten, und wie es um die so genannten "flankierenden Maßnahmen" steht.

Bekanntlich nutzt der Taubenschlag auf dem Theaterdach wenig, wenn sich die Vögel auf den umliegenden Bäumen viel wohler fühlen. Diese Erkenntnis hatte zuletzt die Frage aufgeworfen, ob nicht die bestehenden Bäume auf dem Theaterplatz durch niedrigere Bäume ersetzt werden müssen, damit das Taubenhaus überhaupt eine Wirkung zeigen kann.

Kürzlich hatte zudem die Feuerwehr unter Verweis auf die Rettungswege zu den angrenzenden Häusern Bedenken gegen die aktuelle Bepflanzung geäußert. All diese Zusammenhänge möchte die CDU am 23. März in der Bezirksvertretung auf Grundlage neuer Informationen aus dem Stadthaus diskutieren.

Dann soll nach dem Willen der Fraktion übrigens auch die Kostenschätzung konkretisiert werden. Sie hatte die Stadtverwaltung von zunächst 80 000 Euro mehrfach nach unten korrigiert.

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