Bus fährt sich an Schranke fest

Bus fährt sich an Schranke fest

Ein kilometerlanger Stau bildete sich am Donnerstagabend vor dem Straßentunnel in Bad Godesberg: Ein defektes Fahrzeug hatte um 19.05 Uhr im Tunnel die Rauchmelder ausgelöst.

Bad Godesberg. (jab/koe) Ein kilometerlanger Stau bildete sich am Donnerstagabend vor dem Straßentunnel in Bad Godesberg: Ein defektes Fahrzeug hatte um 19.05 Uhr im Tunnel die Rauchmelder ausgelöst, worauf sich automatisch die Röhre Richtung Koblenz schloss.

Dann fuhr sich auch noch ein Gelenkbus der Stadtwerke an der Absperrung vor dem Tunnel fest. Laut Feuerwehr hat das Sicherheitssystem des Tunnels tadellos funktioniert. Nachdem das qualmende Fahrzeug durchgefahren war, setzte das Entrauchungssystem ein.

Die Feuerwehr überprüfte mit Hilfe der Überwachungskameras von der Leitstelle aus, dass sich keine Personen in der Röhre befanden. Nach der Belüftung stand der Tunnelfreigabe eigentlich nichts mehr im Weg. "Als wie zur Kontrolle durchgefahren sind, war nichts mehr zu sehen", sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr. "Als wir dann am Ende der Röhre ankamen, hing der Bus schon fest."

Der Gelenkbus kam laut Feuerwehr aus Richtung Friesdorf und wollte in Höhe der Wurzerstraße nach rechts in die mittlere, kurze Tunnelröhre abbiegen, die zur Bonner Straße und zur Godesberger Innenstadt führt. Diese Röhre blieb für den Verkehr geöffnet. Beim Versuch, an der Absperrung vorbeizufahren, unterschätzte der Fahrer offenbar die Länge seines Busses, sodass sich die Schranke in der hinteren Tür verkeilte. "Es ist glimpflich verlaufen. Die Fahrgäste konnten aussteigen", sagte Stadtwerke-Sprecher Werner Schui am Donnerstagabend dem GA.

Mehr Geduld mussten die Autofahrer mitbringen. Schon weit vor dem Tunnel ging quasi nichts mehr. Autos kamen - wenn überhaupt - nur im Schneckentempo vorwärts. Immer wieder waren Hupgeräusche zu hören, einigen Autofahrern riss der Geduldsfaden: Sie überquerten die Mittelinsel der B 9, wendeten und fuhren in Richtung Bonn weiter.

Vor dem Tunnel versuchten Mitarbeiter der Stadtwerke sowie Polizei und Berufsfeuerwehr mit vereinten Kräften, die Situation in den Griff zu bekommen und den Bus aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Gegen 20.15 Uhr war es dann geschafft: Schranke und Tür wurden getrennt, der Bus konnte weiterfahren. Um 20.21 Uhr wurde der Tunnel komplett wieder freigegeben. Die Staus lösten sich aber nur langsam auf.

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