Breite Front gegen Pro-NRW-Demo in Bonn

Breite Front gegen Pro-NRW-Demo in Bonn

Gegen die Anti-Moschee-Demonstration der rechtsgerichteten Pro-NRW-Partei am Samstag hat sich ein breites Bündnis gestellt und ruft die Bürger zur Kundgebung gegen rassistische Hetze und religiöse Intoleranz auf.

Bonn. Gegen die Anti-Moschee-Demonstration der rechtsgerichteten Pro-NRW-Partei, die an diesem Samstag stattfindet, hat sich ein breites Bündnis gestellt und ruft die Bürger zur Kundgebung gegen rassistische Hetze und religiöse Intoleranz auf.

Auslöser ist Pro-NRW, die mit 90 bis 100 Teilnehmern nach Bonn kommen und sich um 11 Uhr in der Endenicher Straße, an der Viktoriabrücke, sammeln will. Danach zieht der rechtsgerichtete Tross zur Baustelle der DITIB- Moschee am Hochstadenring und anschließend zur Brühler Straße, wo die Al-Muhajirin-Moschee gebaut werden soll.

Deutlich größer wird die Gegenveranstaltung sein. Die Stadt Bonn, CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke, die Gewerkschaften, aber auch die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Tannenbusch, der Arbeitskreis Muslime und Christen sowie weitere Organisationen rufen dazu auf. Das Motto lautet "Bonn für Respekt - gegen Rassismus."

Ab 11 Uhr findet in der Brühler Straße eine Kundgebung gegen die Pro-NRW-Veranstaltung statt, ab 12 Uhr gibt es dort ein Bühnenprogramm. Insgesamt werden mehr als 700 Menschen erwartet. Die Haltestelle Brühler Straße ist schon ab 10.30 Uhr gesperrt.

Das Kulturzentrum Kult 41, Hochstadenring 41, feiert am Samstag gemeinsam mit Nachbarn rund um die Viktoriabrücke ein Straßenfest. Ab 9.30 Uhr werden dort die Räume und Ateliers geöffnet. Es gibt Kunst, Malaktionen, eine Hüpfburg und einen Flohmarkt.

Polizeipräsident Wolfgang Albers geht von friedlichen Demonstrationsverläufen aus und betont, dass die Behörde die gesetzliche Verpflichtung habe, auch die Pro-NRW-Demo zu schützen. "Wer friedlich gegen Pro NRW demonstrieren möchte, sollte es tun, sich aber deutlich von Gewaltbereiten fern halten, denn wir werden konsequent gegen diejenigen vorgehen, die Gewalt schüren oder suchen", sagte der Polizeipräsident. "Wir werden alles tun, um jegliche Eskalation zu verhindern", fügte der Gesamteinsatzleiter Polizeirat Thomas Book hinzu. bui/kf

Weitere Informationen: Am Samstag von 9 bis 17 Uhr ist ein Bürgertelefon der Polizei unter (02 28) 15 30 30 geschaltet.

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