Jungunternehmer Ramin Fleckner: Bonner mit Innovation auf der Cebit

Jungunternehmer Ramin Fleckner : Bonner mit Innovation auf der Cebit

Der Laptop streikt wieder einmal und auch das Smartphone funktioniert nicht so wie gewünscht. Alltägliche technische Geräte sollen das Leben eigentlich erleichtern und dem Nutzer Arbeit und Zeit sparen, jedoch steigen mit der Vielzahl an Geräten auch die Problemquellen.

Abhilfe möchte jetzt der Bonner Ramin Fleckner schaffen. Auf der weltweit größten Computermesse Cebit in Hannover stellte er diese Woche seine Idee vor. Der Grundgedanke ist simpel, erklärt der 22-Jährige: "Viele Menschen nutzen gerne allerhand technische Geräte, ohne sich dabei intensiv mit der Funktionsweise auseinandersetzen zu wollen. Wenn dann etwas nicht klappt, steckt man schnell in der Klemme."

Dort möchte Fleckner ansetzen, denn aus eigener Erfahrung kennt er viele Anwenderprobleme. "Seit Jahren bin ich in meinem Bekanntenkreis derjenige, der bei Computerproblemen angerufen wird." Natürlich helfe er gern, habe aber neben dem Studium auch nicht immer Zeit. "Ich habe außerdem gemerkt, dass die Verwandten und Freunde ein schlechtes Gewissen haben, immer anzurufen."

Damit in Zukunft jeder einen fachkundigen Ansprechpartner zur Verfügung hat, möchte Fleckner ein deutschlandweites Netz aus Experten aufbauen. Die sollen Hilfesuchenden entweder per sogenannter Fernwartung oder vor Ort helfen. Bei einer Fernwartung können die Computerexperten auf den Rechner des Nutzers zugreifen. Was auf den ersten Blick beunruhigend erscheinen mag, ist laut dem Jungunternehmer "absolut sicher und unproblematisch". Der Kunde habe immer die Kontrolle über seinen Rechner und muss dem Fernzugriff erst zustimmen.

[kein Linktext vorhanden] Mitte August des vergangenen Jahres gründete Fleckner, der seit dem Abitur in Bonn mit einer Firma für Webdesign selbstständig ist, die McFoxx GmbH. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Matthias Papenfuß arbeitet er seitdem an dem gemeinsamen Projekt. "Es steckt vielmehr dahinter, als man auf den ersten Blick vermutet", erklärt Fleckner, der sein Studium der Logistik für ein Semester pausiert, um sich ganz der Firma widmen zu können.

Während der letzten Monate wurde an den Betriebsabläufen gefeilt, es musste ein Callcenter gefunden und weitere Infrastruktur aufgebaut werden. Das Ziel sei es, so Fleckner, den Aufwand für Hilfesuchende so niedrig wie möglich zu halten. "Wir wollen es beiden Seiten einfach machen." So können die Kunden eine kostenfreie Nummer anrufen und werden an einen Experten für das individuelle Problem vermittelt.

Die Idee schien wohl auch dem Bundeswirtschaftsministerium gut durchdacht, denn es stellte dem jungen Unternehmen auf der Cebit einen Stand zur Verfügung. Neben 27 anderen Firmen hatte Fleckner mit seinem Team eine Woche Zeit, sein Vorhaben auf der Gemeinschaftsfläche für "junge innovative Unternehmen" dem Fachpublikum vorzustellen. Ab dem ersten April möchte Fleckner dann den Vor-Ort-Service in Bonn starten und das Angebot nach und nach bundesweit erweitern. Fernwartungen seien von Beginn an in ganz Deutschland möglich.

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