Heilpädagogisches Heim in Vilich: Wohnbauprojekt Am Ledenhof soll Mitte 2016 starten

Heilpädagogisches Heim in Vilich : Wohnbauprojekt Am Ledenhof soll Mitte 2016 starten

Ein konkreter Fahrplan für die Umnutzung des Geländes des Heilpädagogischen Heims rückt näher. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die Januar-Sitzung der Beueler Bezirksvertretung hervor. Thema ist eine dreigruppige Kindertageseinrichtung, die auf dem Grundstück Am Ledenhof entstehen soll.

Diese ist allerdings nur Teil eines größeren Projekts: Der Investor NCC Deutschland GmbH will, wie berichtet, in Vilich zwischen Stiftsstraße, dem Ledenhof und der Straße Am Ledenhof ein inklusives Wohnkonzept umsetzen. Noch ist an der Straße Am Ledenhof das Heilpädagogische Heim des Landschaftsverbands Rheinland untergebracht.

"Wir befinden uns derzeit im Bebauungsplanverfahren", sagte Christian Köhn von der NCC-Unternehmenskommunikation auf Anfrage. Es solle einen Mix aus 41 Einfamilienhäusern, 40 Eigentumswohnungen und 36 Mietwohnungen geben. Hinzu kämen noch speziell geplante Wohnungen für etwa 50 Menschen mit Behinderung.

"Alle unsere Angaben basieren nur auf einem vorläufigen Stand und sind noch unverbindliche Werte", betonte Köhn. Denn in enger Abstimmung mit der Stadt entstehe derzeit ein Entwurf der künftigen Bebauung, der voraussichtlich im kommenden Jahr öffentlich ausgelegt werden soll.

Mehr als 100 Wohneinheiten sollen in Vilich entstehen

Den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan erwartet das Unternehmen für das dritte Quartal 2016. Dieser Beschluss sei die Voraussetzung für alle weiteren Aktivitäten. "Die bauvorbereitenden Arbeiten planen wir ab Mitte 2016, den eigentlich Baubeginn, also den Hochbau, ab Jahresmitte 2017", führte der NCC-Sprecher weiter aus. Die Bebauung soll in zwei Abschnitten erfolgen. Der erste Bauabschnitt könne voraussichtlich bis 2019 übergeben werden.

Schon jetzt lässt sich die Dimension des Projekts erahnen. Mehr als 100 Wohneinheiten werden viele Neubürger auf die Schäl Sick bringen - und viele Kinder. Zudem sei laut Stadt in umliegenden Orten der Bedarf an U3-Plätzen noch nicht gedeckt. Deshalb zählt zum zweiten Bauabschnitt auch ein Kindergarten. Dieser Abschnitt soll bis 2021 fertiggestellt werden. "Die Kindertagesstätte wird von NCC gebaut, aber anschließend an einen neuen Eigentümer übergeben", sagt Köhn.

Laut Beschlussvorlage plant die Stadt, die Kita nach Bauende anzumieten. Sie soll ebenfalls inklusiv gestaltet werden. Die Verwaltung kann sich auch eine eigene Trägerschaft vorstellen: "In diesem Fall könnten die neue Kindertageseinrichtung und die städtische Einrichtung in der Jahnstraße als Verbund betrieben werden."