Weinherbst in Holzlar

Statt Frühjahrskirmes : So war der erste Holzlarer Weinherbst

Anstatt der Frühjahrskirmes fand am Wochenende zum ersten Mal der Holzlarer Weinherbst statt. Die Veranstalter sind zufrieden.

Das Weinfest war eine Premiere, und es kam bei den Bürgern bestens an. "Nachdem die Frühjahrskirmes im Ort über die Jahre immer mehr an Zulauf verloren hatte, haben wir uns entschlossen, sie aufzugeben", sagte der Vorsitzende des Bürgervereins Kohlkaul, Georg Fenninger. Der Bürgerverein habe sich daher Gedanken über neue Angebote gemacht. Erstmals fand deshalb an diesem Herbstwochenende, von Samstag- bis Sonntagnachmittag auf dem Kohlkauler Platz in Holzlar ein Weinfest statt.

Erfolgreicher Start

Mit dem zweitägigen Holzlarer Weinherbst hofft der Verein, den Bürgerinnen und Bürgern im Ort eine neue attraktive Veranstaltung anbieten zu können. "Wir versuchen etwas Anderes, Neues zu machen", so Fenninger. Er freute sich, dass die Veranstaltung so gut angenommen werde und verwies auf die zahlreichen Gäste bereits am frühen Abend, einige kamen sogar aus den Nachbarorten und Hangelar. Angefangen mit vier Weinständen, die Weine verschiedener Anbaugebiete und Winzer präsentierten, soll sich die Veranstaltung langsam etablieren.

"Als wir von der schönen Idee des Weinherbstes vor einem Jahr erfuhren, waren wir begeistert und haben uns sofort beteiligen wollen", sagten Martin und Brigitte Kelnhofer. Sie sind erst vor wenigen Jahren aus Südhessen nach Holzlar gekommen und bereits fest im Bürgerverein integriert. Das Paar betreute einen Stand mit Weinen eines befreundeten Winzers aus Rheinhessen. Außerdem präsentierte sich das von Pützchens Markt bekannte rheinhessische Weingut Kronenberger, Jacques‘ Weindepot bot überwiegend italienische Weine und Dagernova Weine von der Ahr.

"Der Chardonnay ist sehr zu empfehlen", betonte Alfred Riehmer. Der 79-Jährige ist Mitglied im BV-Vorstand und freute sich, an dem Abend einige Bekannte zu treffen und schöne Gespräche führen zu können.

"Es sind ganz viele neue Gesichter hier, die Weintrinker sind ein ganz anderes Klientel", freute sich Sebastian Degen von der CDU. Der junge Mann half nicht nur am Weinstand mit, der Brandmeister betreut auch die Jugend der Löscheinheit Holzlar. Die Jugendfeuerwehr hatte auf dem Weinfest das Backen der Flammkuchen übernommen. "Wir wollen einen Tag gemeinsam ins Phantasialand fahren, und da helfen uns die Einnahmen des heutigen Abends", so Degen, "denn längst nicht alle unsere Helfer können sich den Eintritt von 30 oder 40 Euro leisten".

Außerdem wurden Schmalzbrote und andere Köstlichkeiten angeboten. Alkoholfreie Getränke und Kölsch gab es selbstverständlich auch am Bierwagen. Am Samstag trat abends die B-Five-Bluesband auf und sorgte mit Livemusik für die musikalische Unterhaltung.

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