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Schnäppchenmarkt am Weidenmarkt: Weihnachtliches für den kleinen Geldbeutel

Schnäppchenmarkt am Weidenmarkt : Weihnachtliches für den kleinen Geldbeutel

Dass der Schnäppchenmarkt am Weidenbach (neben Rewe) gerade in der Adventszeit seinen Namen zu Recht trägt, spricht sich herum.

Schon vor Eröffnung des 21. Weihnachtsmarktes drängten sich am Samstag viele Besucher draußen in der Hoffnung, Gutes günstig zu bekommen. Innerhalb weniger Augenblicke nach Öffnung füllte sich die riesige Halle, die nicht nur ein Secondhand-Haus ist, sondern auch ein Arbeitslosenprojekt. "16 feste Mitarbeiter sind hier angestellt", sagt Petra Bitzer, Fachanleitung Verkauf, "und 40 weitere bezahlte Mitarbeiter vom Jobcenter gehören mit zum Team."

Die Dekorateurin und Sozialarbeiterin hatte selbst viel Spaß daran gehabt, die Halle mitzugestalten und zeigte einige Schätze, darunter Ecken mit Baumschmuck. Auf Tischen gestapelte Kartons mit leuchtenden Baumkugeln in Gold oder Rot konnte man in griffbereiter Höhe schnell noch mit zur Kasse nehmen. Auf anderen Tischen oder Regalen standen Weihnachtsfigürchen, Kerzenständer, Krippen oder nostalgische Schaukelpferde. Möbel wurden größtenteils in der Mitte der Halle ausgestellt, darunter Schränke oder Kinderbetten.

Viele der Weihnachtsartikel, aber auch die Möbel, fanden schnell Interessenten. "In diesem Jahr ist Porzellan bei den Käufern sehr angesagt, außerdem alle möglichen Engelchen", meint Bitzer. "In den letzten Jahren waren eher Filz- oder Metall-Dekoartikel der Verkaufstrend." Das ganze Jahr über hatten die Mitarbeiter des Schnäppchenmarktes, zu dem auch eine Transportabteilung und eine Holzwerkstatt gehören, die Artikel gesammelt und herausgeputzt. Viele kosten nur einen Bruchteil des Neuwerts. So eine komplette Weihnachtstisch-Dekoration mit Tellern, passendem Gläsersortiment sowie mehrteiligem Besteck auf bestickter Weihnachtsdecke, die zusätzlich mit Weihnachtstellern, Engelchen und Kerzen dekoriert war. Bitzer lacht und sagt: "Alles, was man nicht essen kann, können Sie bei uns kaufen, sage ich immer." Früher gab es auch kostbare Dinge im Verkauf, aber die Zeiten haben sich geändert. Antiquitäten würden heutzutage eher übers Internet verkauft.