Kommentar: Vorfreude ist spürbar

Kommentar : Vorfreude ist spürbar

Das war mal ein echter Paukenschlag: Sieben Platzneuheiten hat die Stadt Bonn für Pützchens Markt 2016 verpflichten können.

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So ein Coup ist der Bundesstadt in der bönnschen Kirmesszene lange nicht mehr geglückt. Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken sprechen Bände: grandios, fulminant, sensationell. Diese Superlative sind Pützchens-Markt-Kennern in den vergangenen Jahren nicht so schnell über die Lippen gekommen.

Der Stadt Bonn ist es bereits ein Jahr vor der Jubiläumskirmes - 2017 feiert der Jahrmarkt seinen 650. Geburtstag - gelungen, einen unerfreulichen Trend zu stoppen. In der jüngsten Vergangenheit hatten sich die städtischen Kirmesorganisatoren bei vielen großen Schaustellern einen Korb geholt. Die Fahrgeschäftebetreiber heuerten lieber in Städten an, wo die Jahrmärkte länger als nur fünf Tage dauern. Das Geschäftsrisiko ist dort geringer - allein schon wegen möglicher Schlechtwettertage. Die Absage-Flut gipfelte 2015: Im vergangenen Jahr musste Pützchens Markt sogar erstmals ohne echtes Highlight auskommen.

Es gibt sicherlich mehrere Gründe für den Trendwechsel. Zum einen sind die Niederländer derzeit führend, wenn es darum geht, neue und besonders rasante Fahrgeschäfte auf den Markt zu bringen. Und da Bonn bekanntlich nicht weit von der Landesgrenze entfernt liegt, sind die Reisekosten für die Schaustellerbetriebe überschaubar.

Aber es gibt noch einen wichtigen Aspekt: Die Mitarbeiter der Stadt besuchen andere Jahrmärkte, informieren sich dort bei den Schaustellern über Neuheiten in der Kirmesszene und werben für den Standort Bonn. Dieses Netzwerken hat sich jetzt ausgezahlt: Mit den beiden Weltneuheiten "Infinity" und "Drifting Coaster" gehen im September in Pützchen zwei Fahrgeschäfte an den Start, die sich derzeit noch in der Montage befinden. Also: Adrenalin-Junkies können sich schon jetzt freuen - Pützchens Markt verspricht ein Top-Event für die Menschen in der Region zu werden.