Gebäudedienst-Firma zieht um: Von der Südstadt an den Bonner Bogen

Gebäudedienst-Firma zieht um : Von der Südstadt an den Bonner Bogen

Dirk Müller ist mit seiner Gebäudedienst-Firma an den Wirtschaftsstandort Bonner Bogen umgezogen. Die Branche bietet übrigens auch gute Berufsperspektiven für Flüchtlinge.

Der Wirtschaftsstandort Bonner Bogen ist um eine weitere Adresse ergänzt worden: Am Donnerstag feierte Dirk Müller offiziell die Eröffnung seines Gebäudedienst-Unternehmens. Mit zahlreichen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Vereinsleben stieß er im Haus der freien Berufe am Konrad-Zuse-Platz 5 auf eine gute Zusammenarbeit an.

Vor vier Jahren hat er sich von seiner Ex-Firma Germania Gebäudereinigung getrennt und sich in der Bonner Südstadt selbstständig gemacht. Die Räumlichkeiten wurden dort schnell zu klein. „Hier im Beueler Süden haben wir einen erstklassigen Standort gefunden, der verkehrstechnisch hervorragend angeschlossen ist. Das ist für uns wichtig, weil wir viele Kunden in Köln und im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis haben“, betonte Müller. Mittlerweile beschäftigt er mehr als 400 Mitarbeiter aus 32 Nationen.

„Auf unsere hohe Ausländerquote sind wir stolz. In unserem Gewerbe bieten wir Mitarbeitern aller Nationen einen guten Job mit einem Mindestlohn von 9,80 Euro pro Stunde an“, erklärte der Obermeister der Gebäudereinigerinnung Bonn/Rhein-Sieg. Dieser Aspekt sei gerade jetzt in Zeiten des Flüchtlingszustroms interessant. „So bald die Menschen als Flüchtlinge anerkannt sind und eine Arbeitserlaubnis haben, können sie bei uns anfangen. Grundkenntnisse in Deutsch müssen allerdings vorhanden sein“, so Müller. Der Unternehmer stellte den Gästen eine neue Werbekampagne mit der Kölschrockbad Brings vor. Dabei geht es unter anderem um die Integration jugendlicher Ausländer durch Musik und Beruf.

Das Berufsbild der Gebäudereiniger habe sich in den vergangenen Jahren sehr verändert: „Wir bieten mittlerweile alle Dienste rund ums Haus an. Dieser Service wird von den Kunden mehr und mehr nachgefragt“, sagte Müller.

In dieser Ausbildungsbranche hätten junge Frauen und Männer gute Berufsaussichten. „Ich kann meinen Mitarbeitern versprechen, dass sie in diesem Beruf nicht arbeitslos werden“, so Müller, der 1968 in Koblenz geboren wurde. Seit 1984 lebt er in Bonn. In der Sportszene wurde er als erfolgreicher Florett-Fechter beim OFC Bonn bekannt.