Pflanzentauschbörse in Oberkassel: Von der Petersilie bis zur Sukkulente

Pflanzentauschbörse in Oberkassel : Von der Petersilie bis zur Sukkulente

Großer Andrang: Einigen Interessierten, die aus Köln kommen wollten, musste Gerhard Glimm, Vorsitzender der Gartenfreunde Bonn-Rhein-Sieg schon telefonisch sagen, dass sie besser zu Hause bleiben: Sie wären nicht rechtzeitig zur 45. Pflanzentauschbörse gekommen, um noch mehr als leere Blumentöpfe und vereinzelte Restgewächse zu sehen.

Denn obwohl der offizielle Beginn am Sonntag vor dem alten Oberkasseler Rathaus für 10 Uhr angesetzt war, begann das eifrige Tauschen bereits eine halbe Stunde vorher - wie gewohnt. Das könne man den Leuten auch nicht mehr austreiben, meinte Glimm.

Nahezu alles, was das Gärtnerherz begehrt, konnte man hier finden, von der Petersilie bis zur Sukkulente. "Im Baumarkt zahlt man ein Vermögen dafür", meinte ein Besucher, der einen ganzen Wanderrucksack eigener Pflanzen mitgebracht hatte und ihn mit Bärlauch und anderem Gemüse gefüllt wieder mitnahm.

Eva Klostermann hatte einen Handkarren mitgebracht, in dem sie Erdbeeren, Tomaten und die seit mehr als 20 Jahren allgegenwärtigen Dahlien-Setzlinge von Michael Moritz - kaum ein Besucher verließ die Börse ohne ein solches Knollenbündel - nach Hause transportierte. "Es ist spannend, was man immer wieder ertauscht", sagte die Oberkasselerin. Sie will ihren kleinen Garten bestücken, Zimmerpflanzen hatte sie nicht dabei. "Die Innenausstattung hatte ich schon nach der ersten Pflanzentauschbörse."

Viele Alteingesessene waren gekommen, aber nicht nur. "Die Hälfte der Leute, die heute hier waren, war neu", stellte Glimm fest. Er konnte die leergefegten Tische bereits vor 11 Uhr wieder einladen, weil es nichts mehr zu tauschen gab. Sie erst um 10 Uhr herauszustellen, dazu könne er sich nicht durchringen, sagte er. Und so wird wohl auch bei der nächsten Börse am Sonntag, 7. Oktober, wieder gelten: Wer pünktlich kommt, hat das Nachsehen.