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Löscharbeiten am Hochhaus in Beuel beendet: Viele Mieter dürfen ins Haus zurück

Löscharbeiten am Hochhaus in Beuel beendet : Viele Mieter dürfen ins Haus zurück

Rund 20 Bewohner des Hochhauses an der Rhenusallee in Beuel-Limperich, das am Sonntag in einem Großeinsatz aller Bonner Feuerwehr gelöscht werden musste, haben die Nacht im Gebäude der ehemaligen Pestalozzischule in der Bonner Innenstadt verbracht.

Update 15.25 Uhr: Gute Nachricht für zahlreiche Bewohner des Hochhauses in Limperich, das seit Sonntag in den Schlagzeilen steht: Fast alle Mieter können wieder zurück in ihre Wohnungen. Am Mittag ist das Hochhaus bis auf wenige Ausnahmen wieder freigegeben worden. Weiterhin gesperrt sind allerdings das Erdgeschoss und die Wohnungen im elften Stock, in dem das Feuer ausbrach.

Update 15 Uhr: Der OB und der Kämmerer danken den Kräften von Feuerwehr und Rettungsdienst für die Einsätze der vergangenen Tage: "Wir sind sehr froh darüber, dass unsere Feuerwehrleute, die rund um die Uhr für die Bonner Bevölkerung im Einsatz sind, gesund und wohlbehalten die Einsätze überstanden haben. Die Feuerwehr hat hier hervorragende Arbeit geleistet! Im Zusammenhang mit dem Hochhausbrand in Limperich am Sonntag hat dazu die gute Zusammenarbeit mit den Bonner Hilfsorganisationen dafür gesorgt, dass allen in Not geratenen Bewohnern schnell und unbürokratisch Hilfe geleistet und Obdach gewährt werden konnte."

Zwei große Brandereignisse, ein Einsatz in einem Flüchtlingsheim und weitere Einsatzstellen haben die Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Hilfsorganisationen in den vergangenen Tagen sehr gefordert. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und Stadtkämmerer Ludger Sander, der zurzeit Personaldezernent Wolfgang Fuchs vertritt, danken den Einsatzkräften für ihre gefährlichen Einsätze der vergangenen Woche. Die Stadt hatte 20 Bewohner des Mehrfamilienhauses in Limperich noch am Sonntag in der früheren Pestalozzi-Schule untergebracht. Dort erkundigte sich OB Nimptsch am Montagmittag in persönlichen Gesprächen mit den Bewohnern nach deren Wohlbefinden.

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Update 14 Uhr: Die Feuerwehr hat nach der nächtlichen Brandwache am Morgen ihre Löscharbeiten beendet und die Einsatzstelle an die Kripo übergeben. "Wir ermitteln und gehen der Brandursache nach", sagt Monika Volkhausen, Sprecherin der Bonner Staatsanwaltschaft. Nach Angaben der Feuerwehr ist das Haus derzeit nicht bewohnbar.

In die Pestalozzischule waren diejenigen der offiziell rund 90 gemeldeten Bewohner des Hauses am Sonntagabend gebracht worden, die nicht anderweitig untergekommen waren. Sie werden von Mitarbeitern des Malteser-Hilfsdienstes in der einstigen Förderschule an der Budapester Straße in der Bonner Innenstadt betreut. Das Schulgebäude, das seit 2013 geschlossen ist, sei als vorübergehende Notunterkunft für Flüchtlinge hergerichtet worden, sagte Marc Hoffmann vom städtischen Presseamt.

Insofern standen Betten und Toiletten zur Verfügung, auf dem Schulhof auch Duschcontainer bereit. "Diejenigen Bewohner des Hauses, die nicht anderweitig unterkommen, können selbstverständlich erst einmal hierbleiben", so Hoffmann.

Am Sonntagmittag war in der obersten, elften Etage des Gebäudes, das der stadteigenen Vebowag (Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG) gehört, ein Feuer ausgebrochen. Wegen des großen Ausmaßes des Feuers und, weil der Brand auf das gesamte Dach des Hochhauses übergriff, wurde allgemeiner Stadtalarm ausgerufen, also alle verfügbaren Einsatzkräfte der Berufs- und freiwilligen Feuerwehr alarmiert.

300 Rettungskräfte waren im Einsatz, zwei Personen wurden mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Erst am Abend gelang es der Feuerwehr, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.