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Montessori-Kinderhaus: Viele Brote ergeben eine stattliche Spende

Montessori-Kinderhaus : Viele Brote ergeben eine stattliche Spende

Kinder des Montessori-Kinderhauses haben sich am Misereor-Projekt beteiligt und allerhand über Afrika erfahren.

„Meine Mutter war in einem Luxushotel. Da gab es aber keine hungernden Menschen“, erzählt Maximilian, während er mit seinen Freunden im Montessori-Kinderhaus in Schwarzrheindorf Holzperlen aufzieht. Der 6-Jährige erkundet seit Aschermittwoch im Rahmen des Misereor-Projekts „Solibrot“ das Leben südlich des Mittelmeers und berichtet von einer beruflichen A-frikareise seiner Mutter. Dass das tägliche Brot für viele Kinder und Erwachsene zwischen Tanger und dem Kap der Guten Hoffnung noch immer nicht selbstverständlich ist, hat viele der Kinder, die an der Aktion teilnehmen, traurig gemacht.

Umso besser, dass sie im Rahmen des Projekts nicht nur den Kontinent entdecken, sondern mit den gebastelten Armbändern und selbst gebackenem Brot auch Geld verdienen wollen, das als Spende an ein Projekt in Kenia geht. Rette deine Schwester lautet die Übersetzung des Namens des Rescue Dada-Zentrums, in dem obdachlose Mädchen nicht nur ein Dach über dem Kopf finden, sondern auch ein Bett, Spielsachen, Gesundheitsfürsorge Lernmöglichkeiten und „vor allem liebevolle Betreuung“, wie Tanja Jacobs, die Leiterin der Kita neben dem Haus Michael findet.

„Wir haben natürlich auch erläutert, dass die Menschen nicht in ganz Afrika arm sind. Die Kinder wollen ihren Altersgenossen helfen, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst“, erläutert Isabel De Biasi, die die Projektwochen federführend organisiert hat.

„Ich hab' Weizen gemehlt“, erzählt Maximilian. Und Lia demonstriert, wie das geht: Sie klettert auf einen kleinen Tritt, um die Kurbel der Getreidemühle drehen zu können und schnell verwandeln sich die Weizenkörner in feines Mehl. „Das nehmen die Kinder anschließend mit nach Hause und die Eltern backen daraus Brote, die wir am Sonntag vor der Doppelkirche verkaufen wollen“, so die Erzieherin.

Wer auch helfen will, indem er Armbänder und Brote kauft, kann das am kommenden Sonntag nach dem Gottesdienst ab elf Uhr auf dem Platz vor der Doppelkirche in Schwarzrheindorf tun.