Bürgerdialog: Verwaltung legt Liste der Beueler Bürgerwünsche vor

Bürgerdialog : Verwaltung legt Liste der Beueler Bürgerwünsche vor

Acht Wünsche der Beueler sind auf der Prioritätenliste des Stadtbezirksbudgets gesetzt. Im Rahmen eines Bürgerdialogs zum Haushalt konnten sie Vorschläge für konkrete Maßnahmen machen und über insgesamt 45.000 Euro verfügen.

Die von der Verwaltung geschätzten Kosten für die Umsetzung der Vorschläge belaufen sich auf 35.000 Euro. Dabei durfte jede Idee nicht teurer als 10.000 Euro sein. Die eingebrachten Vorschläge wurden auf der städtischen Beteiligungsplattform „bonn-macht-mit.de“ bewertet, anschließend hat die Verwaltung geprüft, gerechnet und die Liste nach Stimmenzahl priorisiert. Entscheiden wird der Rat nach Anhörung der Bezirksvertretung Anfang Oktober.

80 Stimmen hat der Vorschlag bekommen, neue Toiletten in der Turnhalle an der Ringstraße zu bauen. Die Halle sei fast zu hundert Prozent belegt, vormittags von Schulen, nachmittags hauptsächlich vom TSV Bonn rrh., insbesondere der Handballabteilung. Laut Verwaltung ist die „Maßnahme grundsätzlich umsetzbar“. Die geschätzten Kosten für den Austausch von acht WC und Instandsetzung der Türschlösser belaufen sich auf 5500 Euro. Zuständiges Fachamt ist das Städtische Gebäudemanagement, aus dessen Budget die Maßnahme bezahlt würde.

Der "Bonner Becher" ist auf Platz zwei

Auf Platz zwei mit 77 Stimmen ist die Idee gelangt, einen „Bonner Becher“ als Mehrwegbecher mit Pfandsystem einzuführen. Der Testlauf könnte in Beuel in Cafés und Bäckereien starten. „Grundsätzlich ist es für die Stadtverwaltung von Interesse, durch ein Pfandsystem die Nutzung von Einwegverpackungen deutlich zu reduzieren“, urteilt das zuständige Dezernat. Eine Aktion „Bonner Becher“ böte außerdem eine Möglichkeit, ein Markenzeichen, den „Bonner Kussmund“, bekannter zu machen. Ein gut umsetzbares System solle geprüft werden. Die Kosten werden auf rund 5000 Euro geschätzt.

48 Stimmen fand der Vorschlag, größerer Mülleimer am Beueler Rheinufer aufzustellen. Nach Einschätzung der Verwaltung besteht ein Bedarf von zehn zusätzlichen Abfallbehältern. Kostenpunkt: 7500 Euro.

Auf Platz 4 mit 46 Stimmen wird Urban Gardening in städtischen Beeten an der Rheinaustraße vorgeschlagen. Laut Verwaltung wäre eine Nutzung als öffentlicher Garten möglich. Die Kosten für die Anlage würden sich auf etwa 1000 Euro belaufen. Eine Pflege durch städtische Mitarbeiter käme jedoch nicht in Frage.

46 Beueler unterstützen die Idee, am Rheinufer eine Tischtennisplatte aufzustellen. „Grundsätzlich spricht nicht dagegen“, sagt die Verwaltung und setzt Ausgaben von rund 5000 Euro an.

An Position 6 (41 Stimmen) steht der Vorschlag, in Vilich-Müldorf den Weg von der Haltestelle in den Ort auszubessern. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von etwa 5000 Euro.

Abends eine "coole location" für Jugendliche

Auf Rang 7 (40 Stimmen) steht der Wunsch nach zwei fest installierten Betonbänken und -tischen in Vilich-Müldorf auf dem Grünstreifen zwischen der Haltestelle der Linie 66 und dem Dorfplatz. Nach Einschätzung der Vorschlagenden könnten sich dort tagsüber Mütter, Senioren oder überhaupt Erholungssuchende treffen. Abends wäre es eine „coole location“ für die Jugendlichen. Laut Verwaltung spricht nichts gegen den Aufbau von Bänken in der Grünfläche westlich der Wilfried-Hatzfeld-Straße. Die Kosten werden auf etwa 3000 Euro geschätzt.

31 Stimmen (Platz 8) hat der Vorschlag, Behälter mit kostenfreien Hundekot-Tüten vor allem auf dem Bröltalbahnweg und am Rhein aufzustellen. Die Verwaltung verweist darauf, dass solche Behälter bereits im gesamten Stadtgebiet aufgestellt sind und vom Amt für Stadtgrün mit kostenfreien Tüten bestückt werden.Die Kosten lägen derzeit bei etwa 15.000 Euro pro Jahr. Zehn weitere Tütenspender in Beuel seien sinnvoll. Anschaffung und Unterhaltung würden etwa 3000 Euro kosten.

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