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Kulturzentrum des Alten Rathauses: Ungewöhnliche Gitarrenklänge

Kulturzentrum des Alten Rathauses : Ungewöhnliche Gitarrenklänge

Ein Jahr war Stephan Albert auf Weltreise: In den Jahren 1998/99 erkundete der Kölner Gitarrist zunächst Australien, bevor es ihn in den südöstlichen Raum Asiens zog.

Auf beiden Kontinenten sammelte Albert Inspirationen für seine eigenen Kompositionen. Eine kleine Auswahl präsentierte der gebürtige Kölner am Sonntagvormittag bei der 2. Oberkasseler Matinee im Kulturzentrum des Alten Rathauses Oberkassel. Die Besucher des rund einstündigen Konzertes nahm Albert mit auf eine kleine musikalische Weltreise mit Start in Australien: "Tjukurpa" hieß das erste von Albert an diesem Vormittag auf der Konzertgitarre interpretierte Stück, zu dem sich der Gitarrist von den australischen Ureinwohnern und dem Land hat inspirieren lassen.

"Jaward", das zweite selbst geschriebene Stück an diesem Vormittag, handelt von der Regenzeit Australiens. Einflüsse indischer Musik waren im dritten Stück Alberts zu erkennen: Dessen Name "Ragacito" setzt sich zusammen aus "Raga", einer indischen Musikform, und der Endung "cito", die im indischen genutzt wird, um etwas zu verniedlichen.

Der Name der vierten Nummer, "Jazzaber", deutet bereits im Namen darauf hin, um welchen Musikstil es sich hier handelt. "Ich bin großer Jazzliebhaber", berichtet Albert. In Bezug auf alle Lieder erklärt er: "Es geht mir darum, eine Atmosphäre zu erzeugen, die Leute entspannen zu lassen und etwas Schönes in der Welt entstehen zu lassen".

Nach den ersten vier Stücken - alles Eigenkompositionen - folgten klassische Werke von Isaac Albeniz, Agustin Barrios Mangore und William Walton. Bereits zum Abschluss seines Studiums hatte sich Albert intensiv mit dem für Filmmusik und Kompositionen bekannten englischen Komponisten beschäftigt, als er seine Examensarbeit über Walton verfasste.

Neben Albert hatte das Team des Kulturzentrums Altes Rathaus Oberkassel zur 2. Oberkasseler Matinee auch Nicola Röhricht eingeladen, die im Anschluss an das Konzert berichtete, wie und warum sie seit 26 Jahren die Lebensphilosophie des Nichiren-Buddhismus praktiziert. Nach der Premiere im August war dies die zweite Oberkasseler Matinee, die einmal im Monat zu einem Vormittag mit Musik und Vortrag einlädt.