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Strandbar in Bonn-Oberkassel wird "Bikini Beach"

Neuer Pächter für das Gelände : Strandbar in Bonn-Oberkassel wird zum "Bikini Beach"

Aus Strandbar wird „Bikini Beach“: Der Eventmanager Jörg Grünewald geht mit neuem Konzept für den Sandstrand am Oberkasseler Rheinufer in Bonn an den Start.

Vom Sylter Promistrand ans Beueler Rheinufer: Mit dem Düsseldorfer Eventmanager Jörg Grünewald gibt es einen neuen Pächter für die Beueler Strandbar. Mit großer Mehrheit haben sich die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses jetzt in nicht öffentlicher Sitzung für das Konzept des aus Bonn stammenden Gastronomen ausgesprochen. Er hatte sich gemeinsam mit dem bisherigen Betreiber Oliver Klemp um einen Pachtvertrag für die Zeit bis 2023 beworben.

In Kampen auf Sylt hatte Grünewald vor einiger Zeit mit seiner „Nordsee-Lounge“ bereits für Aufsehen gesorgt, im kommenden Sommer wird es unter seiner Regie in Bonn dann den „Bikini Beach“ geben.

Bevor jedoch die ersten Cocktails gemixt und am feinen Sandstrand von Beuel serviert werden können, gibt es für den neuen Chef noch viel zu tun. Denn nach wie vor müssen einige baurechtliche Fragen geklärt werden. „Wir haben im Vorfeld der Sitzung mit den beiden Bewerbern Abstimmungsgespräche sowie eine Bauberatung mit dem Bauordnungsamt durchgeführt“, erklärte Markus Schmitz vom Presseamt dazu. So konnten die beiden Gastronomen bereits für die Ausschusssitzung geänderte Pläne vorlegen. Zwei Vorschläge lagen dem Gremium schließlich zur Abstimmung vor. „Beide Konzepte waren gut“, äußerte sich Beuels Bezirksbürgermeister Guido Déus. Letztendlich habe sich eine große Mehrheit für den Entwurf von Grünewald entschieden. Dieser muss jetzt einen entsprechenden Bauantrag an die Stadt stellen.

Umfangreiches Begrünungskonzept

Grünewald, Eventgastronom mit internationaler Erfahrung, und sein Geschäftspartner Benjamin Oppl setzen in Beuel auf ein erweitertes Angebot, wollen aber auch an Bewährtem festhalten. „Die Idee ist, dass es loungiger und entspannter zugeht“, sagt Pressesprecher Thomas Lenz. „Das Credo lautet reinkommen, runterkommen und relaxen.“

Dazu gehört auch ein umfangreiches Begrünungskonzept, das mit einem Landschaftsarchitekten erarbeitet und umgesetzt wird. Dabei sollen vorwiegend natürliche Baustoffe eingesetzt und so weit wie möglich auf künstliche Materialien verzichtet werden. „Wir wollen den Bonnern eine echte Oase bereiten“, erläutert Grünewald sein Konzept. Sport wird am „Bikini Beach“ ebenfalls großgeschrieben. So werden die Besucher der neuen Strandbar eine Boulebahn nutzen können, Bonner Studios haben die Möglichkeit, kostenfrei eine Yoga-Plattform zu buchen.

Zudem plant Grünewald einen überdachten, wetterfesten und beheizbaren Bereich, der nach eigenen Angaben an ein Gewächshaus erinnert. Dort wird das gastronomische Herzstück der Bar untergebracht. Gemeinsam mit dem Kölner Kultstreetfood-Anbieter „Bad Ape“ wird ein passendes Gastronomieangebot – auch für Vegetarier und Veganer – umgesetzt.  Bei größeren Events werden zusätzlich Foodtrucks vor Ort sein. Das „Gewächshaus“ soll auch für externe Veranstaltungen vermietet werden und bietet Sitzplätze für bis zu 50 Personen. „Wir freuen uns, endlich loslegen zu können“, sagt Grünewald.

Keine Dauereinrichtung am Oberkasseler Rheinufer

Der bisherige Betreiber der Strandbar Oliver Klemp, der auch das „Hommage“, die Hausbar der Bonner Oper betreibt, und sich ebenfalls um eine Verlängerung des Pachtvertrags beworben hatte, war für eine Stellungnahme zu der Entscheidung des Ausschusses nicht erreichbar.

Eine Dauereinrichtung wird die Strandbar am Oberkasseler Rheinufer sowieso nicht. Denn die Konzession gilt nur so lange, bis die Baustelle für die neue Linie S13 von Troisdorf nach Oberkassel an der Karl-Duwe-Straße eingerichtet wird. Dann entfällt nämlich die Zufahrt für die Strandbar.