1. Bonn
  2. Beuel

Kooperation mit DHL Express: Steuerfragen an Bonner Gymnasium leicht erklärt

Kooperation mit DHL Express : Steuerfragen an Bonner Gymnasium leicht erklärt

Die Schüler des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums werden „Fit für Finanzen“ gemacht. Das entsprechende Seminar wird in Kooperation mit DHL Express und der Verbraucherzentrale angeboten.

Mathematik, Physik, Englisch, Geschichte: Diese und mehr Fächer gehören wie selbstverständlich zum regulären Curriculum eines Oberstufenschülers. Alles wichtig, alles richtig. Doch hält der Alltag spätestens mit dem Einstieg ins Berufsleben auch Herausforderungen bereit, auf die die Schule in der Regel nicht oder nur unzureichend vorbereitet.

Versicherungen, Steuern und Abgaben müssen bezahlt, Verträge verstanden werden. Das Ernst-Kalkuhl-Gymnasium hat aus diesem Grund in Kooperation mit DHL Express und der Verbraucherzentrale (VZ) Bonn zum inzwischen neunten Mal das Seminar „Fit für Finanzen“ angeboten, in dem Schüler der Jahrgangsstufe 12 an acht aufeinanderfolgenden Nachmittagsterminen eine Einführung in Kaufvertragsrecht, Studienfinanzierung und Betriebswirtschaftslehre erhalten können. Am Mittwoch haben die 22 Schülerinnen und Schüler, die an diesem Kurs teilgenommen haben, ihre letzte Stunde gehabt.

An diesem Tag soll es um Lohn- und Gehaltsfragen gehen. Wie viel Netto bleibt vom Brutto, welche Beträge müssen abgeführt werden? Und wie füllt man eigentlich eine Steuererklärung aus? Referent Sven Herren vom Personalbüro der DHL will all dies in den verbleibenden 90 Minuten vermitteln. Ein ordentliches Pensum. Aber eines, das offenbar notwendig ist.

Zwar kennen viele Schüler schon die grundlegenden Steuern und Sozialversicherungen, ihre Höhe sorgt aber dennoch für ungläubiges Staunen. Ein Bruttogehalt von 2500 Euro schrumpft schnell auf knapp 1600 Euro netto zusammen, rund 32 Prozent müssen abgeführt werden, rechnet Herren vor. „Das ist doch eine Sauerei“, echauffiert sich eine Schülerin. Und dabei klärt Personalfachmann Herren noch nicht einmal über die Situation der Selbstständigen auf, die weitaus höhere Abgaben haben.

Dennoch fühlen sich die Schüler durch das Seminar ein bisschen besser auf die Zeit nach dem Abitur vorbereitet. „Normalerweise denkt man ja während der Schulzeit noch nicht an so etwas wie eine Altersvorsorge“, erklärt Moritz Sielaff. „Dabei spielt das ja für die ersten Arbeitsverträge durchaus eine Rolle. Hilfreich war auch, dass wir darüber aufgeklärt wurden, welche Versicherungen für uns relevant sind, wenn wir jetzt studieren oder eine Ausbildung machen.“

Dieser Aspekt spiele wie schon in den vergangenen neun Jahren eine zentrale Rolle, betont Manuela Dorlaß von der VZ. „Gerade Fragen zur Studienfinanzierung und zu Pflichtversicherungen kommen immer wieder“, sagt sie. „Das ist ja auch gut so, schließlich soll das Seminar studien- und berufsvorbereitend sein.“ Und zwar unabhängig von der konkreten Zukunftsplanung. „Wir sind ja alle voll aufs Abitur konzentriert, fragen uns aber auch, was danach auf uns zukommt“, erklärt Silas Pfeifer. Zumindest ein paar Antworten haben die Schüler durch „Fit für Finanzen“ bekommen.