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Beueler Bezirksvertretung: Stephan Voss gibt sein Mandat zurück

Beueler Bezirksvertretung : Stephan Voss gibt sein Mandat zurück

„Mir reicht es. Der Druck ist zu groß geworden. Ich höre auf.“ Mit diesen Worten erklärte Stephan Voss am Mittwoch seinen Rückzug aus der Beueler Bezirksvertretung. Der CDU-Politiker vermisst die Rückendeckung seines Ortsverbands in Oberkassel.

„Mir wird vorgeworfen, dass ich nicht genug Zeit in die politische Arbeit investiere. Die Partei zeigt kein Verständnis dafür, dass ich in Beruf und Familie auch gefordert bin. Wenn Parteien junge Leute als Mandatsträger haben wollen, dann müssen sie akzeptieren, dass sich diese Altersgruppe auch um Beruf und Familie kümmern muss“, sagte Voss. Der 35-Jährige wird seinen Rücktritt der Partei und der Stadt Bonn schriftlich mitteilen.

Da Voss bei der Kommunalwahl 2014 unter den ersten fünf Bewerbern auf der Wahlliste für die Bezirksvertretung Beuel stand, hat er einen persönlichen Vertreter, der in der Juni-Sitzung für ihn nachrücken wird: Michael Hussmann aus Oberkassel. Beuels Fraktionsvorsitzender Günter Dederichs nahm zu dem Zwist Stellung: „Ich verstehe das alles nicht. Stephan Voss hat sich in der Fraktion engagiert und hat an fast allen Sitzungen teilgenommen. Ich kann ihm nichts vorwerfen.“

Klaus-Peter Gilles, direkt gewählter Stadtverordneter der CDU für Oberkassel und Ratsfraktionsvorsitzender, erklärte am Mittwoch: „Im Ortsverband gibt es Probleme wegen seiner mangelnden Präsenz. Trotzdem bedauere ich seinen Schritt, weil wir gerade in Beuel auf einem guten Weg sind, Nachwuchs zu gewinnen. Alle Beteiligten hätten mehr miteinander sprechen müssen.“