Steiner Häuschen in Beuel: Burgruine soll zu Härke-Park gehören

Burgruine in Oberkassel : Steiner Häuschen soll Teil des Härle-Parks werden

Die Stadt Bonn hat ihre Vorstellungen zu Papier gebracht, wie es mit der Pflege und der Sanierung des Steiner Häuschens weiter gehen soll.Die Gespräche zur Integration der Burgruine in die Anlage des Härle-Parks laufen positiv. Jetzt wird ein Geldgeber gesucht.

Wie eine verwunschene Burg aus Dornröschens Zeit liegt das Steiner Häuschen gut versteckt im Grünen oberhalb von Oberkassel. Die Stadt hat jetzt ihre Vorstellungen zu Papier gebracht, wie es mit der Pflege und der Sanierung der alten Burganlage weiter gehen soll.

Bevorzugte Lösung: Der benachbarte Park Härle könnte das Steiner Häuschen als Pächter übernehmen, pflegen und der Öffentlichkeit zu den Park-Öffnungszeiten zugänglich machen. Das sei in den Gesprächen mit der Stiftung des Parks "positiv" besprochen worden, berichtet Christian Siegberg, der Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Beuel, in einer Stellungnahme für die Sitzung am 6. November. Damit unterstützt die Stadt eine Idee, die auf Antrag der SPD im vorigen Jahr angeschoben wurde. Denn der Zustand des Denkmals erfordere ein schnelles Handeln, so Fenja Wittneven-Welter und Herbert Spoelgen damals.

Es dürfen keine Mehrkosten entstehen

Ideen, die weitere Ausgrabung der Burg in die Hände des Landschaftsverbands oder der Stadt Bonn zu legen, sollen demnach nicht weiter verfolgt werden. Nach mehreren Gesprächen und Ortsterminen stellt die Stadt den Sachstand so dar:

"Das Steiner Häuschen würde aufgrund seiner Geschichte und Lage wie auch optisch grundsätzlich eine Bereicherung für den Park darstellen." Allerdings dürften der Stiftung bei Übernahme keine Mehrkosten entstehen.

Doch Kosten werden entstehen, will man das Steiner Häuschen in das Parkgelände integrieren. Nötig wäre demnach eine Umzäunung ähnlich des bestehenden Zauns zu schaffen sowie entsprechende Zuwegungen. Wer das bezahlen soll, ist unklar. Laut Stadt bedürfe das einer weiteren Klärung und konkreter Planung. "Grundsätzlich dürfte mit Kosten im fünfstelligem Bereich zu rechnen sein", schätzt die Stadt. Die genauen Grenzen der Burg müssten noch geklärt werden.

Ruine wäre von März bis Oktober geöffnet

Die Zukunft sähe dann so aus: Die Burganlage, deren Überreste zum größten Teil noch unberührt im Boden liegen, wäre von März bis Oktober zweimal monatlich geöffnet - während der üblichen Führungen und am Tag der Offenen Gartenpforte. Derzeit betreut das Sport- und Bäderamt noch die Burgruine, weil der Oberkasseler Sportplatz in unmittelbarer Nähe liegt.

Nach dem letzten Rückschnitt des Grüns ist das Gelände wieder zugewuchert, zumindest wurde es nach der Sanierung in den 1980er Jahren sich selbst überlassen. Infotafeln gibt es, trotzdem ist der Zugang zur alten Burg schwierig zu finden. Finanzielle Mittel für ihre Pläne gibt es bei der Stadt Bonn allerdings nicht. Von einer akuten Notwendigkeit einer Sanierung, die auch bei der Kommune liegen würde, geht man dort im übrigen nicht aus.

Von Seiten des Parks Härle gab es am Mittwoch keine Stellungnahme. "Ich bin nur Technischer Leiter, das ist Sache des Stiftungsvorstandes", sagte Michael Dreisvogt dem GA.

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