Ortsmitte von Schwarzrheindorf: Stadt will Haltestelle versetzen

Ortsmitte von Schwarzrheindorf : Stadt will Haltestelle versetzen

Die Stadt will die Haltestelle "Schwarzrheindorf-Schule" versetzen lassen. Ein Bürgerantrag könnte diese Planungen allerdings verzögern.

Seit fast 20 Jahren beschäftigen sich Anwohner und Politik mit einer neuen Haltestelle in Schwarzrheindorf – dort soll die Haltestelle „Schwarzrheindorf-Schule“ für stadtauswärts fahrende Busse verlegt und behindertengerecht ausgebaut werden. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Platzes an der Kreuzung Werdstraße/Clemensstraße/Dixstraße. Außerdem sollen zwei Fußgängerüberwege – an der Werdstraße und an der Rheindorfer Straße – entstehen.

Eltern haben Ende Februar 2016 auf den Missstand aufmerksam gemacht, dass die Dorfmitte mit der unübersichtlichen Kreuzung vor allem für Kinder auf dem Weg zur Arnold-von-Wied-Schule gefährlich ist. Außerdem liegen sich zwei Bushaltestellen fast gegenüber. „Die Kinder haben Angst, die Straße zu queren, da die Autos von vielen Seiten aus der Kurve einfahren“, schrieben die Eltern in einem Bürgerantrag und forderten einen Zebrastreifen. Ein anderer, fast zeitgleicher Bürgerantrag forderte den behindertengerechten Ausbau der Bushaltestelle stadtauswärts.

Die Arbeiten sind beschlossene Sache, laut dem städtischen Presseamt soll mit diesen Ende September/Anfang Oktober begonnen werden. Dabei wurden auch die Wünsche und Anregungen von Bürgern einbezogen – Ende Februar 2018 hatte die Bezirksvertretung Beuel die Ausbauplanungen beschlossen. „Die Bauzeit endet planmäßig Ende März, allerdings kann sich das je nach Witterungsverhältnissen im Winter auch noch etwas nach hinten verschieben“, erklärte Andrea Schulte vom städtischen Presseamt.

Parkplätze würde wegfallen

Am 11. Juli wurde allerdings ein Bürgerantrag eingereicht, der in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Beuel besprochen werden soll. Sollte dieser von der Bezirksvertretung angenommen werden, könnten sich die Arbeiten erheblich verschieben. Der Antragssteller bittet darum, dass noch einmal über die Versetzung der Bushaltestelle debattiert werden soll. Denn durch die Verlegung würden mehrere Parkplätze wegfallen. „Geschäftskunden und Anwohner wurden über diesen Aspekt nicht ausreichend informiert“, so der Antragssteller.

Die Verwaltung hat zu dem Sachverhalt bereits eine ausführliche Stellungnahme abgegeben. „Mit der vorgesehenen Verlegung und dem barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle entfallen am neuen Standort vier Stellplätze“, schreibt die Verwaltung und bestätigt damit die Aussage im Bürgerantrag. Bislang sei die Platzfläche „durch vergleichsweise ungeordnetes Parken zugestellt“, so dass eine Nutzung als Aufenthaltsfläche kaum möglich gewesen sei, heißt es weiter. „Im Rahmen der Umgestaltung werden insgesamt neun Stellplätze baulich angelegt und damit eine verbesserte Ordnung der Parksituation geschaffen“, verspricht die Verwaltung in ihrer Antwort.

Da die Arbeiten bereits ausgeschrieben und beauftragt seien, würden jegliche Auftragsänderungen mit „enormen Mehrkosten und zeitlichen Verzögerungen“ einhergehen, warnt die Verwaltung eindringlich. „Aus Sicht der Verwaltung sollte daher von einer Änderung der beschlossenen Planung abgesehen werden“, heißt es in der Stellungnahme. In einem Beschlussvorschlag rät die Verwaltung der Politik, dass sich die Bezirksvertretung in ihrer nächsten Sitzung den Ausführungen der Verwaltung anschließen sollte.

Die Bezirksvertretung Beuel tagt wieder am Mittwoch, 25. September.

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