Stadt stellt Konzept für neuen Spielplatz in Geislar vor

Kinder wollen Piratenschiff : Stadt stellt Konzept für neuen Spielplatz in Geislar vor

Die Stadt hat jetzt erste Entwürfe für den neuen Spielplatz im Geislarer Neubaugebiet vorgestellt. Läuft alles nach Plan, können die Arbeiten bereits im Frühjahr beginnen. Bis zum Herbst soll alles fertig sein.

Für Frederic darf eine Turnstange nicht fehlen, Hendrik wünscht sich eine Rutsche und für Annike muss unbedingt ein Piratenschiff her: Die Kinder von Geislar haben ganz genaue Vorstellungen, wie ihr neuer Spielplatz einmal aussehen soll. Im kommenden Jahr wird die Stadt auf dem Eckgrundstück Schwester-Melania-Straße/Im Rübengarten einen neuen Spielplatz bauen.

Läuft alles nach Plan, dann werden die kleinen Nachbarn aus dem Geislarer Neubaugebiet bereits im Herbst dort nach Herzenslust klettern, toben und spielen. Dafür soll das knapp 1100 Quadratmeter große Areal neu gestaltet werden. Kalkuliert wird aktuell mit Kosten von rund 124.000 Euro.

Zwei Spielanlagen-Konzepte stehen zur Auswahl

Nachdem Anwohner, Eltern und Kinder bereits im September nach ihren Wünschen befragt wurden, stellten die Jugendpflegerin für Beuel, Lou Krahnke, sowie Barbara Lindlar vom Amt für Stadtgrün jetzt zwei Konzepte vor, wie das Landschaftsarchitekturbüro Derk Nünninghoff die Fläche aufteilen will. „Dabei geht es darum, wo wir die verschiedenen Flächen platzieren und wo wir die Wege und die Ruheflächen ansiedeln wollen“, erklärte Lindlar. Berücksichtigt werden muss beispielsweise wie das Gelände von der Straßenseite aus erschlossen wird und wo Rasen- beziehungsweise Sandflächen angelegt werden sollen. „Das ist deshalb so wichtig, weil wir immer auch die Pflege der Anlage im Auge behalten müssen“, erklärte Lindlar.

Damit die Kinder auch im Hochsommer ein schattiges Plätzchen finden, werden auf dem Gelände einige Bäume gepflanzt. „Bei der Auswahl werden wir darauf achten, welche Stadtbäume mit den veränderten klimatischen Bedingungen am besten zurechtkommen“, so die Vertreterin des Grünflächenamtes.

Wie soll der Spielplatz mal heißen?

Heiß diskutiert wird auch noch darüber, wie der neue Spielplatz einmal heißen soll. Hoch gehandelt werden derzeit die Namen „Rheindampfer“, „Pferdewiese“ oder „Rübenacker“.

Im März wird die Planung für den neuen Spielplatz in den politischen Gremien vorgestellt. „Wir rechnen derzeit damit, dass wir im April mit den Ausschreibungen beginnen und die Arbeiten im Juni starten können“, stellte Barbara Lindlar den Zeitplan für das Projekt vor. Landschaftsarchitekt Nünninghoff ist zuversichtlich, dass der Bau zügig und ohne Komplikationen vorangehen wird. „Wir rechnen nicht mit Überraschungen während des Ausbaus“, ist er sich sicher.

Breite Unterstützung für Spielplatzprojekt

Jugendpflegerin Lou Krahnke freut sich indes darüber, dass das Spielplatzprojekt so breite Unterstützung findet. „Wir haben jetzt schon Anfragen von Nachbarn, die eine Patenschaft übernehmen wollen. Über so viele engagierte und konstruktive Anregungen, mit denen das Projekt begleitet wird, freuen wir uns immer.“

Für Max ist die Aufteilung des neuen Eckgrundstücks nebensächlich. „Hauptsache, es gibt eine Kletterwand und eine Nestschaukel“, meint der Achtjährige. Heindrik, Annike und Frederic können es kaum abwarten. „Hoffentlich ist der neue Spielplatz bald fertig“, sind sich die Drei- bis Fünfjährigen einig.