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Sportplatzsanierung am Finkenberg wird möglicherweise vorgezogen

Platzbelag nach zwölf Jahren kaputt : SV Ennert hofft auf neuen Kunstrasen auf dem Finkenberg

Die Stadt Bonn schlägt die Sanierung des Sportplatzes auf dem Finkenberg vor. Die Beueler Bezirksvertretung entscheidet Mittwoch über die vorgezogene Neuerung des Belags, die schon in diesem Sommer beginnen könnte.

Der Kunstrasenbelag des idyllisch gelegenen Sportplatzes Finkenberg, den der SV Ennert nutzt, befindet sich in einem schlechten Zustand. Das hat auch das zuständige Bonner Sport- und Bäderamt festgestellt: Sich lösende Nähte, Fehlstellen und Risse im Belag bergen ein hohes Gefahrenpotenzial für Sportler. Immer kürzere, kostenintensive Reparaturintervalle zeigen, dass der 2008 zum Kunstrasenplatz umgebaute Sportplatz seine Verschleißgrenze erreicht hat. Eine Erneuerung sowohl des Kunstrasens als auch der Tragschicht scheint unausweichlich.

Deshalb hat das zuständige Fachamt für die Mai-Sitzung der Bezirksvertretung Beuel eine entsprechende Beschlussvorlage eingebracht. Demzufolge betragen die Kosten für den Austausch des Kunstrasenbelages rund 301.000 Euro brutto. Vorbehaltlich einer Anhörung im Sportausschuss am 20. Mai soll die Sanierung im Sommer dieses Jahres durchgeführt werden. „Erfahrungsgemäß können die Arbeiten rund zwei Monate nach Beschlussfassung begonnen werden“, sagte der Vorsitzende des SV Ennert, Robert Jeschenko. Seiner Meinung nach dauert die Erneuerung rund vier Wochen. „Somit könnte uns ein runderneuerter Platz, wenn alles optimal läuft, im August wieder zur Verfügung stehen.“

Was, von der Coronaepidemie und dem damit verbundenen Verbot der Nutzung von Sportanlagen mal abgesehen, für den Verein bedeutet, dass man sich ganz normal auf die neue Saison vorbereiten könnte.

Ursprünglich sollte das Thema in der Sitzung der Bezirksvertretung Beuel im Juni auf der Tagesordnung stehen. Marco Rudolf (CDU), Mitglied der Bezirksvertretung, hatte sich dafür eingesetzt, das Thema auf den Mai vorzuziehen. Er hatte, als er die schlechten Platzverhältnisse vor Ort gesehen hatte, Kontakt mit Stefan Günter, Leiter Sport- und Bäderamt der Stadt Bonn, Kontakt aufgenommen, um das Thema zu beschleunigen. „In Corona-Zeiten ist der Platz ja nicht benutzbar, gegebenenfalls könnte man vor den Sommerferien bereits mit den Arbeiten anfangen und diese erstrecken sich dann nicht über die gesamten Sommerferien“, so die Überlegungen von Rudolph.

Der SV Ennert bietet seit vielen Jahren in den Sommerferien Fußballcamps an, in denen Kinder und Jugendliche tagsüber Fußball spielen, jeweils für eine Woche. Sollten im Sommer die Sportanlagen wieder freigegeben werden, würde das Fußballcamp die Eltern tagsüber für jeweils eine Woche von der Betreuung der Kinder entlasten, sind Rudolph und Jeschenko einer Meinung.

Robert Jeschenko, Vorsitzender des SV Ennert, zeigt eine Stolperfalle im Kunstrasen. Die Belagsanierung könnte im Sommer erfolgen. Foto: Rainer Schmidt

Deshalb ist es für den SV Ennert sehr erfreulich, dass es mit der Beschlussvorlage für die Maisitzung noch geklappt hat. „Überhaupt“, so Jeschenko, „müssen wir die bei der Stadt Verantwortlichen nur loben. Sie haben uns bisher immer sehr schnell und unbürokratisch geholfen.“ Ob es die Ausbesserung des Kunstrasens war oder ob es um die Beseitigung von Müll ging, der gerne um den Sportplatz herum abgelegt wird, Mitarbeiter der Stadt seien immer schnell vor Ort gewesen. „Es wäre toll, wenn wir unser Sommercamp für Kinder und Jugendliche noch durchführen könnten, nachdem wir unser Camp in den Osterferien bereits absagen mussten“, sagte Jeschenko.

Die Bezirksvertretung Beuel tagt am Mittwoch, 6. Mai, ab 17 Uhr, im Rathaus Beuel.