Charity des Tanzhaus Bonn: So war die Benefiz-Gala im Beueler Brückenforum

Charity des Tanzhaus Bonn : So war die Benefiz-Gala im Beueler Brückenforum

Das Tanzhaus Bonn hat seinen siebten Benefiz-Galaball mit großem Erfolg im Beueler Brückenforum veranstaltet. Mehr als 600 Gäste erfreuten sich an dem abwechslungsreichen Programm und tanzten bis spät in die Nacht.

Den Charity-Galaball Schwerelos veranstaltet das Tanzhaus Bonn seit sieben Jahren, aber noch nie gerieten die Inhaber Sandór Krönert und Timo Müller kurz vorher so ins Schwitzen wie in diesem Jahr. Die Let’s-Dance-Stars Oana Mechiti und Erich Klann mussten am Freitag kurzfristig ihre Teilnahme aus Gesundheitsgründen absagen, und dann hätte es gleich mehrere Lücken im Programm gegeben. Aber es geht auf Weihnachten zu, da kann man auch mal auf Wunder hoffen: Innerhalb kürzester Zeit hatten die Organisatoren Ersatz, und der reiste für den Ball am Samstagabend im Brückenforum sogar extra aus Italien an und am Sonntag wieder zurück. Mit Marius-Andrei Balan und Khrystyna Moshenska konnte man dann sogar die Vize-Weltmeister in Lateinamerikanischen Tänzen, aufbieten.

Für einige der rund 600 Gäste war es durchaus wichtig, dass es Programm gibt. Klar, zu einem Ball kommt man, um zu tanzen, aber für Lars Cofflet und seine Lebensgefährtin, die beim Tanzsportclub Redoute Koblenz aktiv sind, war es auf der Tanzfläche lange Zeit zu voll. „Da ist oft für Menschen, die richtig gut tanzen, kein Platz“, erklärte er. Es gebe eine Regel bei Bällen: „Je später der Abend, desto leerer die Fläche.“ Darauf wartete er und dafür war das Programm gut.

Programm der Benefiz-Gala im Brückenforum Beuel von Lebenshilfe mitgestaltet

Der Ball wurde von einem Tanz von Menschen mit Behinderung der Lebenshilfe eröffnet. Der Verein mit seinen Tanz- und Theaterprojekten wurde zum dritten Mal nacheinander als Benefizprojekt des Balls ausgewählt. Seit drei Jahren teilt man den Erlös auf zwei Projekte auf, das zweite ist die ZNS Hannelore Kohl Stiftung, die sich um Menschen mit Schädel-Hirn-Verletzungen kümmert. Der Kontakt sei auf dem Bonner „Marktplatz gute Geschäfte“ entstanden, erzählte Müller. Dort können gemeinnützige Vereine und Organisationen Kooperationen mit Unternehmern eingehen. Das Tanzhaus bietet für die Stiftung seitdem jedes Jahr einen Tanzworkshop für Menschen mit Schädel-Hirn-Verletzungen an.

Auf dem Programm standen weiterhin Auftritte des Tanzschulnachwuchses, des Tanzpaares Marioara Cheptene und Steeve Gaudet, Weltmeister über zehn Tänze, sowie von Balan und Moshenska. Auch Celine Zimmermann, Weltmeisterin im Irish Dance, bot eine Tanzeinlage. Das Besondere: Sie war einst Schülerin im Tanzhaus. Oana Nechiti grüßte die Gäste immerhin mit einer Videobotschaft und entschuldigte sich für ihr Fehlen. Für gute Unterhaltung sorgte der evangelische Theologe und Kabarettist Rainer Schmidt, der ohne Unterarme geboren wurde und freimütig über dieses Handicap und die Reaktionen der Umwelt scherzte.

Es ist die Kombination aus Charity und Tanz, die viele Menschen ins Beueler Brückenforum lockte. Pauline und Klaus Müller waren dafür sogar aus Gummersbach gekommen. Sie tanzen seit einem Jahr wieder, vorher blieb dafür aus familiären Gründen keine Zeit. „Charmanter kann man nicht spenden“, sagten sie.