Königswinterer Straße: So war das Maikäferfest in Oberkassel

Königswinterer Straße : So war das Maikäferfest in Oberkassel

Oberkassel war am Samstag zeitweise so voll, dass es nur sehr langsam vorwärts ging. Auch in den Straßencafés war kaum noch ein Platz zu bekommen. „De Anjeschwemmte“ unterhielten die Besucher mit Karnevalsliedern und Discoklassikern.

So etwas hatten Luzie (9), Maja (11) und Max (12) noch nie gesehen: Auf dem Maikäferfest erlebten die drei Kinder, wie man Nutella mit einer historischen Tubenabfüllmaschine in eine kleine, 30 Milliliter fassende Tube abfüllt und durften sogar selbst einmal aktiv werden: Nachdem Astrid Bolt, Mitarbeiterin der Kreuz Apotheke, die Tube an der Maschine befestigt hatte, brauchten die Kinder nur noch an der Kurbel zu drehen und die Tube anschließend mit einer Zange festzuziehen, schon hatten sie ihre eigene Nutella-Tube, die sie natürlich mit nach Hause nehmen durften.

„Pharmazie war früher ein Handwerksberuf“, erklärte Bolt. Während bereits zahlreiche weitere Kinder für die kleinen Nutella-Tuben Schlange standen, zogen Luzie, Maja und Max mit ihrer Mutter weiter, schließlich gab es noch viel mehr zu entdecken auf dem Maikäferfest, das dieses Jahr mit der längsten Straßenfestmeile in seiner Geschichte aufwartete: Von der Kreuzung Jakobstraße bis zur Ecke Langemarckstraße hatte sich die Königswinterer Straße in eine große Festmeile verwandelt. Mit mehr als 70 Ausstellern war es das bisher größte Maikäferfest.

Auf dieser war es am Samstag zeitweise so voll, dass es nur sehr langsam vorwärts ging. Auch in den Straßencafés war kaum noch ein Platz zu bekommen. „De Anjeschwemmte“ unterhielten die Besucher mit Karnevalsliedern und Discoklassikern und der Kinderchor „Bönnsche Pänz“ zog ebenfalls über die Festmeile, um den Passanten an verschiedenen Orten Lieder in Mundart zu präsentieren.

Einblicke in die Arbeit als Klinikclowns

Auf die kleinen Festbesucher warteten derweil jede Menge weitere Kreativangebote, und mit „Ritter Rost“ wurde sogar ein Theaterstück für Kinder aufgeführt. Austoben konnten sich die Mädchen und Jungen auf der Hüpfburg, während sich die Eltern bei einem Glas Bowle stärkten. Isabelle Steidl und Renate Dohn gaben derweil Einblicke in ihre Arbeit als Klinikclowns. Als solche haben sie schon einigen kleinen Patienten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Viele ortsansässige Geschäfte hatten ihren Stand auf der Festmeile aufgebaut und warteten mit besonderen Schnäppchen auf, auch so mancher Innenhof hatte sich kurzerhand in einen Pop-Up-Shop verwandelt. Stark vertreten waren auch die örtlichen Vereine, wie zum Beispiel der Heimatverein Oberkassel oder der TuS Oberkassel, an dessen Stand sich die Besucher über das Vereinsleben informieren konnten.

Maikäferfest in Oberkasse: Zumba-Flashmob kam gut an

Beim vom TuS Oberkassel arrangierten Zumba-Flashmob versammelte sich eine große Zahl an Personen im Park. Die spontane Aktion verbreitete jede Menge gute Laune. „Heute legen wir unseren Fokus auf Gesundheitssport“, erklärte Annika Graf, Leiterin der Leichtathletik-Abteilung des TuS Oberkassel und freute sich über die starke Nachfrage: „Wir sind schon alle Flyer losgeworden.“

Sehr zufrieden zeigte sich auch die Werbegemeinschaft Bonn-Oberkassel (WOK): „Wir hatten bereits im vergangenen Jahr ein super Fest, bei dem wir alle dachten, dass man das nicht steigern kann. Jetzt haben wir einen Ausstellerrekord, zudem machen immer mehr Vereine mit. Für uns ist das eine große Bereicherung“, sagt Vorsitzender Oliver Lohr. In zwei Jahren feiert das Maikäferfest seinen 20. Geburtstag, die Organisatoren sind hoch motiviert: „Da ist noch etwas Luft nach oben, das werden wir nutzen“, sagt Lohr.

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