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Grundschule Om Berg ist fertig: So steht es um die zahlreichen Bauprojekte in Holzlar

Grundschule Om Berg ist fertig : So steht es um die zahlreichen Bauprojekte in Holzlar

Gleich zehn Bauvorhaben und -projekte werden in diesem Jahr in Holzlar fertig oder begonnen. Die Grundschule Om Berg ist bereits fertig. Sie wird jedoch erst nach Fertigstellung der Außenanlagen eingeweiht.

Bei einem Rundgang mit dem CDU-Ortsverband Holzlar erklärten Georg Fenninger und Torben Leskien den aktuellen Sachstand.

GGS Om Berg: Der 7,4 Millionen Euro teure Neubau der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) „Om Berg“ ist im Dezember 2019 in Betrieb genommen worden. Weil aber die Außenanlagen noch nicht fertig sind, hat die offizielle Eröffnung der GGS noch nicht stattgefunden. Sobald die Gäste nicht mehr durch den Matsch laufen müssen, soll ein Einweihungstermin festgelegt werden. „Die Politik rügt oft das Städtische Gebäudemanagement wegen schlechter Arbeit.In diesem Fall müssen wir das SGB loben“, sagte Georg Fenninger.

Die Bauarbeiten seien zügig vorangekommen und der Kostenrahmen eingehalten worden. Der Altbau wird in Kürze abgerissen. Allerdings der neuere Teil des Altbaus bleibt erhalten und wird zu einer Kita umgebaut. Nach der Fertigstellung wird das Gebäude Teil der benachbarten Kita Veilchenweg. Außerdem wird die Schulturnhalle saniert. Beides zusammen kostet rund eine Million Euro.

Neubau Kita Alte Bonner Straße: Da das Gebäude schon seit längerer Zeit in einem schlechten baulichen Zustand ist, stehen im Haushalt 2020 rund 900 000 Euro zur Verfügung. Von diesem Geld sollen 500 000 Euro für Container ausgegeben werden, die für eine Übergangszeit auf einer Grünfläche nahe dem Spielplatz Finkenweg aufgestellt werden. Die restlichen 400 000 Euro stehen als Planungskosten für den Neubau zur Verfügung. Einen genauen Zeitplan gibt es laut Fenninger noch nicht.

Sanierung Turnhalle Heideweg: Dieser lang gehegte Wunsch steht laut Fenninger in der Prioritätenliste des SGB ganz weit oben. Geplant ist, die Halle so umzubauen, dass sie auch als Mehrzweckhalle für die Dorfvereine genutzt werden kann. Auch die angrenzende Kirchwiese, die von den Dorfvereinen als Festwiese genutzt wird, soll bei der Sanierungsplanung dahingehend berücksichtigt werden, dass zum Beispiel Nutzer der Wiese in der Halle zur Toilette gehen können. Wann mit den Bauarbeiten genau begonnen wird, steht laut CDU noch nicht fest.

Renaturierung: Nach der Laichzeit der Amphibien wird mit dem Umbau des Holzlarer Sees und des Holtorfer Baches begonnen. Das Wasser wurde bereits aus dem See im Ennertwald gepumpt.  Die Kosten liegen bei ungefähr 1,3 Millionen Euro. Die Maßnahme dient auch dem Hochwasserschutz bei Starkregenfällen.

Spielplatz Kohlkauler Platz: In der März-Sitzung der Bezirksvertretung Beuel (18. März) wird nach Auskunft von Torben Leskien das Amt für Stadtgrün eine Mitteilung zum aktuellen Stand der Planung vorlegen. Die Stadt kommt dem Wunsch der Holzlarer Freiwilligen Feuerwehr nach und wird auf dem Spielplatz ein Spielgerät in Form eines Feuerwehrautos aufstellen. Für das Auto und eine neue Schaukel stehen 30 000 Euro zur Verfügung. Die benachbarte Feuerwehr und der Bürgerverein werden die Patenschaft über den Spielplatz übernehmen.

Straßenbau: Im Juli soll laut Leskien die Kautexstraße im Abschnitt zwischen Finkenweg und RSE-Trasse saniert werden. Will heißen: Die Stadt Bonn lässt eine neue Fahrbahndecke aufbringen.

Fußweg: Zwischen Ennertstraße und Finkenweg wurde bereits ein Fußweg angelegt, damit die Menschen aus dem dortigen Wohngebiet auf kurzem Weg zum Lidl gelangen können. Was bislang fehlt, ist die kleine Brücke über den Steinbach. Die soll nun gebaut werden, damit auch Personen mit Kinderwagen, Rollator und Rollstuhl barrierefrei über den Bach gelangen.

Baumpflanzungen: Im März soll mit den Baumpflanzungen entlang der Kautexstraße und der Straße Im Gerott begonnen werden. Die Pappeln sind bei den Stürmen in den letzten Monaten teilweise abgebrochen oder entwurzelt. Die restlichen Bäume wurden sicherheitshalber gefällt. Laut Fenninger werden jetzt 30 Ungarische Eichen gepflanzt. Sie sollen bei Sturm standfester sein.

Holzlarer Mühle: Bis zu den Sommerferien soll das alte Mühlrad der Holzlarer Mühle abgebaut sein. Die Abbauarbeiten sollen im Rahmen eines Bürgeraktionstages erfolgen, um Kosten zu sparen. Anschließend wird das neue, rund 40 000 Euro teure Mühlrad eingebaut. Das Geld stammt je zur Hälfte aus dem sogenannten Feuerwehrtopf der Bezirksvertretung Beuel und aus Spendenmitteln.

Wohnraum: Die Stadt Bonn hat dem Investor Sahle grünes Licht für den städtebaulichen Wettbewerb zum Umbau des Geländes der ehemaligen Landwirtschaftskammer in Roleber gegeben. Dort soll neuer Wohnraum entstehen. Wie viel es sein wird, soll der Wettbewerb ergeben. Nun sollen nach Auskunft von Fenninger fünf bis zehn Architekturbüros Pläne erarbeiten. Im Ausschreibungstext enthalten sind eine Kindertagesstätte, Gebäude für den Einzelhandel und eine Buswendeschleife.

Bis Ende Mai soll die Jury tagen, die über alle eingereichten Entwürfe berät. Auf dem Juryergebnis basierend soll laut Fenninger der vorhabenbezogene Bebauungsplan entwickelt werden. Dazu zählen Bürgerbeteiligung und Fachgutachten. „Ob das Verwaltungsgebäude tatsächlich abgerissen wird, ist noch nicht endgültig entschieden. Der Investor favorisiert aus Kostengründen einen Abriss, will seine Entscheidung aber von den Ideen der Architekten abhängig machen“, sagte Fenninger.