Neue Wohnhäuser: So steht es um die Neubebauung in Geislar

Neue Wohnhäuser : So steht es um die Neubebauung in Geislar

Die Erschließung des Neubauvorhabens an der Geislars Oberdorfstraße hat noch Schwachstellen. Die Stadt hat nun mit Anwohnern diskutiert. Der Eigentümer wartet seit Langem auf die Baugenehmigung.

Etwa 30 Anwohner der Geislarer Oberdorfstraße folgten am Donnerstagabend der Informationsveranstaltung zum Ausbau der Stichstraße zwischen den Hausnummern 49 und 51, der durch das dortige Neubauvorhaben erforderlich wird. Heinz Klaes ersetzt an dieser Stelle seine landwirtschaftlichen Gebäude durch vier Doppelhäuser, in denen nach Fertigstellung acht Mietparteien einziehen werden.

Die Planung zu der Neubebauung wurde bereits vor etwa sechs Jahren begonnen. Den Bauantrag stellte Klaes vor drei Jahren. Bisher liegt ihm lediglich eine vorläufige Baugenehmigung vor. Wann er die endgültige erhalten wird, konnte er auf Nachfrage noch nicht sagen. „Bei der Wohnungsnot, die wir hier haben, sollte man eigentlich annehmen, dass es alles etwas zügiger ginge“, so Klaes. Nachdem die Bezirksvertretung Beuel die Ausbauplanung der Stichstraße beschlossen hatte, wurde die Entwurfsplanung nun bei einer Bürgerversammlung vorgestellt.

„Die hieraus resultierenden Anregungen sollten dann in der Ausführungsplanung berücksichtigt werden“, sagte Ingo Alda vom Bonner Bauordnungsamt, der mit seiner Kollegin Sara Condemi und dem freiberuflichen Planer Carsten Weißenfels das Straßenbauvorhaben vorstellte.

Während die von der Oberdorfstraße aus betrachtete linke Straßenseite der Stichstraße durch einen Neubau bereits mit gepflasterten Gehwegen und Parkplätzen fertiggestellt wurde, wird die neue Straßenbreite ab Pflasterkante sechs Meter bis zur gegenüberliegenden Grundstücksgrenze betragen.

Anwohner: Noch zu wenige Parkplätze

Planer Weißenfels erklärte, dass die neue Straße gepflastert und zur Mitte hin abfallend durch eine Rinne entwässert werde. Auf der rechten Seite sind nach jetziger Planung drei längs ausgerichtete Besucherparkflächen vor den Neubauten vorgesehen, was im weiteren Verlauf der Bürgeranhörung noch kritisch bewertet wurde.

Von der bereits vorhandenen Parkplatznot ausgehend, wandte ein Mieter des Mehrfamilienhauses an der Oberdorfstraße ein, dass die vorgesehenen Parkplätze keinesfalls dem tatsächlichen Bedarf entsprächen. Alda verwies dabei auf die Stellplatzverordnung, die zwei Stellplätze pro Doppelhaus vorsehe, die in der Planung auch berücksichtigt worden seien.

Auf den Einwand, dass es jedwedem Erfahrungswert widerspreche, dass pro zwei Familien nur zwei Parkplätze benötigt würden, entgegnete Alda, dass das in ganz Bonn ein bekanntes Problem sei. „Wenn man danach ginge, dann müsste man das Bauen ganz einstellen“, so der städtische Bauexperte. „Da haben wir also ein Problem und finden keine Lösung“, resümierte einer der Anwohner.

Heinz Hauperich, der sich letztlich 90 Prozent der von den Anliegern zu leistenden Baukosten in Höhe von derzeit kalkulierten 170.000 Euro mit Heinz Klaes teilen wird, bat Alda dringend um Korrektur der beabsichtigten Straßenpflasterung zugunsten einer Asphaltdecke. Er argumentierte mit einer Empfehlung des Bundesumweltamtes, das unter Aspekten der Geräuschminderung empfiehlt, Pflasterungen durch Asphalt auszutauschen.

„So weit muss es nicht kommen, wenn wir das bereits in der Planung korrigieren“, so Hauperich. Zudem sei ein Asphaltbelag auch unter dem Aspekt von Barrierefreiheit ein wesentliches Argument. Alda versprach, die Anregungen in die Oktobersitzung der Bezirksvertretung einzubringen, und bedankte sich für die konstruktiven Beiträge der Geislarer Anwohner.

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